Absolventenprofil
Die Absolventinnen und Absolventen eines Raumplanungsstudiums der HSR sind ausgewiesene Fachpersonen. Sie stützen sich auf eine Ausbildung, die auf profunden wissenschaftlichen und technischen Grundlagen basiert und der Anwendungs- und Lösungsorientierung eine besondere Bedeutung beimisst.
Der Studiengang Raumplanung richtet sich nach den unterschiedlichen Anforderungen an unseren Lebensraum, die sich aufgrund des verfassungsmässigen Auftrags und der raumwirksamen Tätigkeiten aller Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ergeben. Die damit verbundenen Nutzungsbedürfnisse verlangen Strategien und Lösungen für eine nachhaltige Raumentwicklung. Allerdings führen die verschiedenen Ansprüche an den Boden auch zu Konflikten, die in einem fairen Interessenausgleich gelöst werden müssen. Die Ausbildung ist deshalb interdisziplinär, generalistisch, praxisbezogen und zukunftsorientiert.
Fachkompetenzen
Absolventinnen und Absolventen besitzen eine umfassende Grundausbildung in den Bereichen «Mensch und Lebensraum», «Wirtschaft und Gesellschaft», «Natur und Freiraum», «Verkehr und Mobilität», «Infrastruktur», «Recht, Verwaltung und Politik» sowie «Kultur, Architektur und Gestaltung». Sie sind fähig, ökonomische, soziale und ökologische Prozesse sowie deren Wechselwirkung zu analysieren und in lösungsorientierte Handlungskonzepte umzusetzen.
Methodenkompetenzen
Absolventinnen und Absolventen beherrschen die wichtigsten Verfahren der Raumplanung. Umfassende Problemanalysen, die Beschaffung von Information und der Umgang mit ihr, die Entwicklung von kreativen Lösungen und die kritische Beurteilung der Ergebnisse sind Aufgaben, die sie selbständig und zielorientiert lösen können.
Sozialkompetenzen
Bei der Ordnung, Gestaltung und Entwicklung von Lebensraum ist die Vorbereitung und Beratung sowie die Moderation von Prozessen zwischen öffentlichen und privaten Akteuren besonders wichtig. Das setzt bei den Prozessbeteiligten ein hohes Mass an Sozialkompetenz voraus, d.h. die Fähigkeit zum Umgang mit anderen Personen. Raumplanerinnen und Raumplaner sind darauf gut vorbereitet, denn ihrer persönlichen Entwicklung in diesem Bereich wird während der Ausbildung besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die überschaubare Zahl an Studierenden und die Möglichkeit, sie individuell zu betreuen, schaffen dafür beste Voraussetzungen.
Selbstkompetenzen
Absolventinnen und Absolventen sind fähig, die eigene und die Arbeit anderer konstruktiv zu kritisieren, und sie können mit Kritik an der eigenen Arbeit positiv umgehen. Sie setzen ihre Phantasie und ihre Intuition ein und arbeiten problem- und zielorientiert. Sie motivieren sich selbst und sind bereit, Verantwortung zu tragen.
Raumplanerinnen und Raumplaner arbeiten sich selbständig in neue Sachgebiete ein, nutzen das Weiterbildungsangebot der Hochschulen und Fachverbände und wirken auch an fachübergreifenden Entscheidungsabläufen mit. Die breite Fachausbildung und das durch Allgemeinbildung ergänzte Modulangebot leiten die Absolventinnen und Absolventen zu einem umfassenden, kritischen und auch selbstkritischen Denken an.


