Future Forest-Installation an den Festspielen Zürich

Future Forest-Installation an den Festspielen Zürich

Am Anfang war ein Ideenwettbewerb: Unter dem Festspielthema 2018 «Schönheit / Wahnsinn» entwarfen HSR Studierende im Studiengang Landschaftsarchitektur 21 Konzepte zur Gestaltung des erstmalig in der Geschichte der Festspiele bestehenden Festival-Zentrums auf dem Münsterhof. Das Rennen gemacht hat «Jungle Cube» von Nadine Jost und Regula Luder. Das Konzept wurde in Kooperation mit den Festspielen Zürich zur Installation «Future Forest» weiterentwickelt.

Lesen Sie hier mehr über die Festspielzentrum-Installation Future Forest und die dreiwöchige Bespielung des Münsterhofs an den Festspielen Zürich im Juni 2018.

Festspiele Zürich 2018: Ein Fazit

Am 26. Juni 2018 endet die 22. Ausgabe der Festspiele Zürich. Die Veranstalter blicken auf drei spannende Wochen zurück.

«Mehr als 120'000 Zaungäste im Festspielzentrum und der Future Forest-Installation, mehr als 10'500 Besuchende an den vier Gratisveranstaltungen auf dem Münsterhof, zahlreiche beteiligte Zürcher Kunstschaffende, viele ausverkaufte Veranstaltungen und rund 72'500 Besucherinnen und Besucher der Darbietungen der beteiligten Kulturinstitutionen: Die Festspiele Zürich schliessen die Ausgabe 2018 erfolgreich ab», schreiben die Veranstalter.

«Die Öffnung der Festspiele Zürich hin zur ganzen Bevölkerung hat funktioniert» konstatiert Alexander Keil, Geschäftsführer der Festspiele Zürich. Keil weiter: «Mehr noch: Die Zürcherinnen und Zürcher scheinen sich verliebt zu haben in den pinken Kunstrasen und die Future Forest-Installation. Davon zeugen die unzähligen Bilder auf den sozialen Medien. Für uns bedeutet das: Das Festspielzentrum Münsterhof ist auch für 2020 gesetzt».

Eindrücke

Eröffnungsfest Festspielzentrum Münsterhof

Future Forest entsteht: Aufrichte und Pre Opening

Hintergrund

Als die Festspiele Zürich im Mai 2017 mit der Planung der Biennale 2018 begannen, haben sie zusammen mit dem HSR Institut für Landschaft und Freiraum (ILF) einen studentischen Ideenwettbewerb an der HSR ausgelobt. Studenten und Studentinnen der Landschaftsarchitektur, die im Frühjahrssemester 2017 im Fach «Gestalten mit Pflanzen» eingeschrieben waren, sollten das Zentrum der Festspiele auf dem Münsterhof entwerfen. In Zweierteams setzten sie sich im Rahmen einer Semesterarbeit mit dem Motto «Schönheit / Wahnsinn» auseinander. Es entstanden 21 verschiedene Konzepte. Die Jury, bestehend aus der Zürcher Festspielstiftung, dem Tonhalle Orchester Zürich, der Stadtentwicklung Zürich, dem HSR Institut ILF sowie unabhängigen Landschaftsarchitekten, entschied sich für das Konzept «Jungle Cube» von Nadine Jost und Regula Luder. Die in Kooperation mit den Festspielen daraus entstandene Installation Future Forest ist ein pink bezogener Kubus, den die Besucher über einen Tausend Quadratmeter grossen Teppich aus Kunstrasen in Pink erreichen.

Ein offener Raum zum Diskurs

Die Festspiel-Kuratorin Belén Montoliú erklärt: «Die Installation soll Passanten und Interessierte dazu anregen, einen Moment innezuhalten, um sich mit den stetig an Relevanz gewinnenden ökologischen Fragen auseinanderzusetzen. Zugleich wirft die Installation die Frage auf, wie in Zeiten zunehmender Beschleunigung, in Zeiten von Google, Gender und Börsenkursen der Dualismus von Künstlichkeit und Natürlichkeit neu verhandelt werden muss. Schliessen sich beide Begriffe aus? Kann es nur ein ‚Entweder-oder‘ geben? Sind Künstlichkeit und Natürlichkeit doch kein Widerspruch? Die Future-Forest-Installation ist ein Treffpunkt für Austausch und Kultur. Ein offener Raum zum Diskurs, wenn man will, auch eine Art Agora längst vergangener Zeiten. Sie wird zum hetero (anders) topos (Ort), einer Heterotopie (Michel Foucault), nichts weniger als ‚ein Ort ausserhalb aller Orte, wiewohl er tatsächlich geortet werden kann‘.» Als Kooperation der Festspiele Zürich und der HSR wird die Installation von Landschaftsarchitektin Viola Thiel, Prof. Mark Krieger und Festspiel-Kuratorin Belén Montoliú gemeinsam mit ihren Teams realisiert.

Blickfang und Treffpunkt gleichermassen

Mit der Intervention erhält der Münsterhof funktional, gestalterisch und künstlerisch eine Aufwertung und bietet eine Bühne für diese Grossveranstaltung im Sommer 2018. Das Konzept bezieht die historische Kulisse des Münsterhofs ein und ist gleichermassen als Blickfang und Treffpunkt für Passantinnen und Passanten unter der Woche sowie als flexibel erweiterbarer gestalterischer Grundrahmen für die grossen Festspiel-Events wie die Eröffnung, den Familientag, das Klassik Open Air usw. zu verstehen. An den Events werden bis zu 3000 Besucherinnen und Besucher erwartet.

Die Jury im Ideenwettbewerb

Die Jury im Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Festival-Zentrums bestand aus Prof. Mark Krieger, Landschaftsarchitekt am ILF Institut für Landschaft und Freiraum, Viola Thiel, Landschaftsarchitektin am ILF, Ilona Schmiel, Intendantin Tonhalle Orchester Zürich, Dr. Ursula Gut-Winterberger, Präsidentin Zürcher Festspielstiftung, Anna Schindler, Direktorin Stadtentwicklung Zürich, Stefan Rotzler (Juryvorsitz), Landschaftsarchitekt BSLA und Alexander Keil, Geschäftsführer Zürcher Festspielstiftung.

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