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Schneesport-Manufaktur Oxess rüstet die Welt-Elite in Zusammenarbeit mit der HSR jetzt noch besser aus

12.07.17 - In Bubikon nahe Rapperswil-Jona sind die Weltmeisterinnen und Weltmeister verschiedenster Ski- und Snowboard-Disziplinen nicht selten zu Gast. Die Firma Oxess fertigt hier in hochpräziser Handarbeit Sportgeräte, die den Athleten passen, wie ein edler Massanzug. Mit einem neuen Teststand von der HSR will Oxess-Gründer Marcel Brunner künftig den Schritt in die nächste Generation von Elite-Sportgeräten wagen.

Im Spitzensport zählt jeder Bruchteil einer Sekunde. Damit verdient Marcel Brunner aus Bubikon sein Geld. Der Gründer der Firma Oxess rüstet Spitzensportler der Ski- und Snowboard-Disziplinen mit handgefertigten Sportgeräten aus. Seine Kundinnen und Kunden kommen unter anderem aus der Schweiz, den USA, Österreich, Japan, Russland und Südkorea. Viele davon fahren mit Oxess-Boards regelmässig aufs Podest. Erst kürzlich wurde Oxess-Rider Andreas Prommegger aus Österreich Doppelweltmeister in den Snowboard-Disziplinen Parallelslalom und Parallel-Riesenslalom.

Doch Marcel Brunner will sich nicht auf den Titeln ausruhen, die bisher mit seinen Boards geholt wurden. In Zusammenarbeit mit dem IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung der HSR hat er einen Teststand entwickeln lassen, der die Torsion und Biegekraft von Ski und Snowboards bis ins kleinste Detail ausmessen und klassifizieren kann. Oxess kann damit die aktuelle Entwicklung aus Erfahrungswerten durch eine Entwicklung auf der Basis von Daten ersetzen.


Evolution in der Entwicklung von Ski und Snowboards

Holzkern, Glasfaser, Aluminium und Carbon. Das sind die Materialien, mit denen Oxess arbeitet. Die richtige Kombination zu finden, ist bei Oxess bisher ein individueller Prozess für jeden Athleten. „Bisher haben wir von Hand erspürt, welche individuelle Material-Kombination die besten Eigenschaften für jeden einzelnen Kunden hat“, sagt Brunner.

Mit dem neuen HSR Teststand erhält Brunner erstmals exakte Messdaten darüber, was mit einem Board passiert, wenn er die Zusammensetzung der Materialien ändert. Brunner erhofft sich davon künftig noch bessere Sportgeräte für „seine“ Athletinnen und Athleten.
„Vor 10 Jahren konnte man noch sehr viel nach Gefühl optimieren. Heute ist die Branche an einem Punkt, wo es um Feinheiten geht – mit dem Teststand von der HSR können wir noch mehr herausholen“, sagt Brunner. Das erhofft sich auch Oxess-Rider Nevin Galmarini, der bei den Olympischen Spielen in Sotschi eine Silbermedaille holte. „Bisher haben wir uns bei der Weiterentwicklung der Snowboards auf mein individuelles Gefühl beim Fahren gestützt. In der nächsten Saison werden wir dafür objektive Messdaten nutzen können, darauf freue ich mich“, sagte Galmarini auf dem heutigen Medientermin bei Oxess.
Entwickelt wurde der Teststand im Rahmen einer Masterarbeit von Maschinenbau-Ingenieurin Kathrin Hoff, die ihren favorisierten Forschungsschwerpunkt im Bereich Leichtbau an der HSR gefunden hat. „So einen Teststand kann man nirgendwo kaufen. Er ist exakt auf die Anforderungen von Marcel Brunner zugeschnitten und kann für Ski, Snowboards und Langlaufski eingesetzt werden“, erklärt Hoff.

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