Alle Einträge anzeigen

11. Innovationstagung an der HSR

22.04.09 - Um im aktuellen technologischen Umfeld bestehen zu können, müssen industrielle Produkte und Herstellungsverfahren stetig weiterentwickelt werden. Beispielhafte Innovationen standen im Zentrum der 11. Innovationstagung, die am 22. April 2009 an der HSR Hochschule für Technik Rapperswil stattgefunden hat.

Vom metallischen Glas über Nanodispersionen bis zum Präzisionsschmieden: Das Augenmerk der 11. Innovationstagung an der HSR galt sowohl traditionellen Verfahren als auch modernsten Werkstoffen. Diese wurden in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt, um entweder  konkurrenzfähig zu bleiben oder zur Marktreife zu gelangen. Wie der aktuelle Entwicklungsstand aussieht, erfuhren die rund 60 Besucherinnen und Besucher aus erster Hand von Experten aus Industrie und Hochschule. Daneben war auch die Finanzierung von Innovationsvorhaben ein Thema.

 

Metallisches Glas – ein Alleskönner

Dr. Markus Siegrist, Geschäftsführer der Zürcher Firma Advanced Metal Technology AG, stellte in seinem Referat einen neuartigen Werkstoff vor: metallisches Glas. Dabei handelt es sich um Metalle, deren Atomstruktur jener von Glas gleicht. Die Eigenschaften des Materials sind einmalig und aussergewöhnlich zugleich: «Metallisches Glas kombiniert die Festigkeit von Kohlefaser mit der Elastizität von Gummi», so Siegrist. Der Herstellungsprozess konnte in den letzten Jahren aufgrund neuer Erkenntnisse in der Grundlagenforschung zur industriellen Reife gebracht werden. Die Zürcher Firma, die mit dem Institut  für Metallphysik und Technologie (LMPT) der ETH Zürich kooperiert, ist derzeit eines der wenigen Unternehmen weltweit, das über fundiertes Know-how zur Produktion von Metallischen Gläsern und deren Verarbeitung verfügt.

 

Unternehmenswachstum durch Innovation

Im Gegensatz zu metallischem Glas sind Nanodispersionen bereits etabliert. Und auch das Präzisionsschmieden gehört zu den bekannten Produktionsverfahren. Samuel Schär, Geschäftsführer der Bühler Partec GmbH, und Roland Hunold, Geschäftsführer der Feinschmiede Technik AG in Unterterzen, gingen in ihren Referaten deshalb stärker auf aktuelle Weiterentwicklungen der betreffenden Technologien ein. Betont wurde dabei auch die Wichtigkeit von Marktüberlegungen im Innovationsprozess. «Marktstudien können uns wichtige Hinweise dafür liefern, wo Weiterentwicklungen sinnvoll sind», so Samuel Schär.

Schliesslich beleuchtete Sandro Walther, Leiter des Bereichs Geschäftskunden Obersee-Glarus der UBS AG, die finanziellen Aspekte der Innovations-Thematik. In seiner Tätigkeit begleitet er Kunden in finanzieller Hinsicht bei Entwicklungsprozessen. Innovationen, so Sandro Walther, seien enorm wichtig, nicht nur für ein konkretes Produkt oder Verfahren, sondern als «Schlüssel zu Wachstum» für das ganze Unternehmen.

 

Innovationsschecks gegen die Krise

Damit dieses Wachstum in den derzeitig schwierigen Wirtschaftsverhältnissen nicht zum Erliegen kommt, hat der Bund unlängst ein Stabilisierungspaket lanciert. Besonders relevant für KMU sind die Massnahmen der Förderagentur für Innovation (KTI), die den Wissens- und Technologietransfer zwischen Unternehmen und Hochschulen fördert. Alex Simeon, Leiter des Instituts für Produktdesign, Entwicklung und Konstruktion IPEK der HSR, erwähnte insbesondere die so genannten Innovationsschecks. Seit April dieses Jahres können KMU Schecks in der Höhe von 7500 Schweizer Franken bei der KTI beantragen und damit Leistungen von Hochschulen oder öffentlichen Forschungsinstitutionen beziehen. Möglichkeiten für den Einsatz der Schecks sieht Alex Simeon vor allem für Vorabklärungen sowie Ideen- und Vorstudien zu Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Die Schecks könnten so Anreize geben für die Aufrechterhaltung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

 

Stichwort: Innovationstagung

Die HSR Hochschule für Technik Rapperswil führt zusammen mit dem Technologiezentrum Linth jährlich drei bis vier Innovationstagungen durch. Diese richten sich an Vertreterinnen und Vertreter regionaler KMU und behandeln jeweils einen Aspekt aus dem Themenkreis Innovation. Die Innovationstagungen haben zum Ziel, Innovationsprozesse in Unternehmen anzuregen und sind Teil des so genannten InnoChallenge-Programms.

InnoChallenge bringt Unternehmen mit privaten Experten und Forschenden an Fachhochschulen zusammen. Einerseits wird die Bedeutung von Innovationsfähigkeit für die Weiterentwicklung und den Fortbestand eines Unternehmens verdeutlicht. Andererseits wird den Unternehmerinnen und Unternehmern ein Weg angeboten, um mit besserer Erfolgsaussicht ihre Ideen umzusetzen. 

IT-Bildungsoffensive meets IT rockt!

Besuchen Sie uns am Informationsanlass zur...

Electronics4you erhält die ETH-Ehrenmedaille

11.09.18 - Electronics4you, das Nachwuchsförderungsprogramm der HSR,...

Drohnentage an der HSR am 12. und 13. Oktober

Zum ersten Mal in der Geschichte der Drone Champions League...