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7. Innovationstagung: Innovation durch Qualität

27.06.07 - Qualität ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Innovation: Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter von KMU aus der Region Zürich/Ostschweiz kamen am Mittwoch an die HSR Hochschule für Technik Rapperswil. An der siebten Innovationstagung zum Thema „Innovation durch Qualität“ erfuhren sie von Expertinnen und Experten, welche Rolle Qualität bei der Realisierung von Innovationen spielt und wie ein hoher Qualitätsstandard erreicht und langfristig erhalten werden kann. Die Referentinnen und Referenten vermittelten methodische Grundlagen, berichteten aber auch von eigenen Erfahrungen.

Der Faktor Qualität spielt bei der Realisierung von Innovationen eine entscheidende Rolle: Viele heu­tige Produkte und Dienstleistungen wurden erst möglich, weil bestehende Techno­logien verbessert und deshalb in neuen Anwendungen eingesetzt werden konnten. „Viele Unternehmen sind sich zu we­nig bewusst, dass Qualität eine der wichtigsten Voraussetzungen für Innovation ist“, erklärte Dr. Jürg Gundlach. Er ist Leiter des Technologiezentrums Jona, welches die Innovationstagungen gemeinsam mit der HSR Hochschule für Technik Rapperswil ins Leben gerufen hat und organisiert.

 

Die siebte Innovationstagung vom Mittwoch, 27. Juni 2007 zeigte, dass sich durch gute Qualität neue Marktchancen ergeben und es bewährte Methoden gibt, um gute Qualität zu erreichen und langfristig zu erhalten. Rund 30 Vertrete­rinnen und Vertreter von KMU aus der Region Zürich/Ostschweiz nahmen teil, um Genaueres über den Zusammenhang von Qualität und Innovation zu erfahren.

 

Expertinnen und Experten aus der Prozessindustrie, der Softwareindustrie und der Maschinenindustrie vermit­telten the­oretische Grundlagen des Qualitätsmanagements und stellten methodische Ansätze zur Qualitätssiche­rung vor. Zudem berichteten sie anhand konkreter Beispiele aus ihrem Un­ternehmens­alltag. Dr. Alexandra Bongardt war früher bei der Hilti (Schweiz) AG tätig und stellte die Qualitätsmanagement-Methode Six Sigma (6?) vor. Der Ansatz dient der Qualitätsoptimierung bei Produkten und Dienst­leistungen und bezieht die Kundensicht und statistische Analysen mit ein. Alexandra Bongardt ver­suchte, das Interesse der Teilnehmenden an Methoden des Qualitäts-Managements zu wecken und all­fällige Berührungsängste abzubauen: „Es ist möglich, mit einfachen Mitteln eine gute Analyse und Dokumentation von Qualitätsproblemen zu machen“, betonte sie und ergänzte: „Six Sigma ist ein ge­eigneter Werkzeugkasten für den kontinuierlichen Verbesserungspro­zess. Und verbesserte Standards führen in kleinen Schritten zur Innovation.“

 

Auch Hans Wehrli, ehemals Leiter des Prozess- und Qualitätsmanagements der Bon appétit Group machte darauf aufmerksam, wie wichtig es sei, die Kundensicht in die Qualitätsüberlegungen mit einzubeziehen. Mindestens ebenso wichtig sind ihm jedoch die Mitarbeitenden: „Qualitätsdenken muss Teil der Unternehmenskultur sein, und zwar auf allen Stufen. Deshalb sollten Linienmitarbei­tende in die laufende Prozesskontrolle einbezogen werden“, so Wehrli. Er betonte, dass die Unternehmenskultur die Qualität von Produkten und Dienstleistungen entscheidend und nachhaltig beeinflusst und damit wesentlich zum Erfolg eines Unternehmens beiträgt.

Nach den Referaten hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit den Referentinnen und Refe­renten sowie anderen Teilnehmenden auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

 

 

Stichwort: Innovationstagung

Die HSR Hochschule für Technik Rapperswil führt zusammen mit dem Technologiezentrum Linth jährlich drei bis vier Innovationstagungen durch. Diese richten sich an Vertreterinnen und Vertreter von KMU aus der Region Zürich/Ostschweiz und behandeln jeweils einen Aspekt aus dem Themenkreis Innovation. Die Innovationstagungen bilden den ersten Schritt im sogenannten InnoChallenge-Programm und haben zum Ziel, Innovationsprozesse in Unternehmen anzuregen und innovative Ideen zu realisieren. Einerseits wird die Bedeutung von Innovationsfähigkeit für die Weiterentwicklung und den Fortbestand eines Unternehmens verdeutlicht. Andererseits wird den Unternehmerinnen und Unternehmern ein Weg angeboten, um mit besserer Erfolgsaussicht ihre Ideen umzusetzen. Oft fehlt es Unternehmen nämlich nicht an innovativen Ideen, sondern an Zeit, Ressourcen und Know-how, um sie zu realisieren. InnoChallenge bringt Unternehmen mit privaten Experten und Forschenden an Fachhochschulen zusammen. Die Idee und deren Erträge bleiben immer Eigentum des Unternehmens, es entscheidet über das Vorgehen. Gemeinsam können so innovative Produktideen erfolgreich realisiert werden.

 

Weitere Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Simona Stalder, Informationsstelle, Tel. 055 222 49 32, kommunikation(at)hsr.ch

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