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Ausstellung "Gletscher im Treibhaus" eröffnet

10.02.06 - Während der letzten hundert Jahre sind die Alpengletscher dramatisch abgeschmolzen. Die Ausstellung „Gletscher im Treibhaus“ an der HSR Hochschule für Technik Rapperswil dokumentiert diese Entwicklung in mehr als hundert Fotovergleichen. Heute wurde die Ausstellung eröffnet, sie dauert noch bis 23. März 2006.

Landschaftsarchitektinnen und -architekten sollen Landschaften nicht nur gestalten, sondern sie auch schützen und Lösun­gen für landschaftliche Probleme erarbeiten. Um den Gletscherschwund zu thematisieren, holte die Abteilung Landschaftsarchitektur der HSR Hochschule für Technik Rapperswil die Ausstellung „Gletscher im Treibhaus – Eine fotografische Zeitreise in die alpine Eiswelt“ an die HSR. Heute wurde sie eröffnet.

 

Die Ausstellung „Gletscher im Treibhaus“ dokumentiert anhand von mehr als 100 Fotovergleichen das dramatische Abschmelzen der Alpengletscher während der letzten 100 Jahre. Prof. Dr. Max Maisch von der Universität Zürich machte an der Vernissage das Ausmass des Gletscherschwundes in den Alpen deutlich: „Der Gletscherschwund ist das sichtbarste Anzeichen des weltweiten Klimawandels. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts – dem Ende der „Kleinen Eiszeit“ - gehen die Alpengletscher mit bislang ungekannter Geschwindigkeit zurück“, so Maisch.

 

Die Ausstellung wurde von Sylvia Hamberger und Wolfgang Zängl von der Gesellschaft für ökologische Forschung e.V. in München geschaffen und aufwändig recherchiert: Es wurde ein „Gletscherarchiv“ mit mehr als 7000 historischen Postkarten und Fotografien angelegt, die den Zustand der Alpengletscher vor rund 100 Jahren dokumentieren. Mit viel Sorgfalt wurden anschliessend Fotos gemacht, die den aktuellen Zustand der Gletscher zeigen: „Wir fotografierten wenn immer möglich vom gleichen Standort, den der Fotograf vor 100 Jahren eingenommen hatte. Erst daraus ergeben sich die wissenschaftlich auswertbare Vergleichbarkeit und der Reiz der Bilder“, erklärt Sylvia Hamberger, Co-Autorin der Ausstellung.

 

„Gletscher im Treibhaus“ zeigt aber nicht nur die optische Veränderung der Gletscher, son­dern weist auch auf den drohenden Verlust ihrer kulturellen Bedeutung als Gegenpol zu unserer zivili­sierten Lebenswelt hin. „Gletscher sind voller Symbolkraft, sprechen unsere Gefühle und unsere Sinne an, und sind deshalb auch so kostbar“, erläutert Christine Neff, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und Co-Präsidentin CIPRA Schweiz (Internationale Alpenschutzkomission). Die Ausstellung ist noch bis zum 23. März 2006 an der HSR zu Gast.

 

Gletscher im Treibhaus – Eine fotografische Zeitreise in die alpine Eiswelt

 

Ort:                              HSR Hochschule für Technik Rapperswil, Oberseestrasse 10, 8640 Rapperswil,

                          Gebäude 1

Dauer:               Montag, 13. Februar bis Donnerstag, 23. März 2006

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 08.00 bis 19.00 Uhr

Autoren:           Wolfgang Zängl und Sylvia Hamberger, Gesellschaft für ökologische Forschung e.V.,

                          München

Veranstalterin: Abteilung Landschaftsarchitektur, HSR Hochschule für Technik Rapperswil
                          Mit freundlicher Unterstützung von Greenpeace Schweiz, Schweizer Alpen-Club,

                          CIPRA Schweiz, Swiss Re, Jubiläumsstiftung der Zürich-Versicherungsgruppe,

                          Migros Kulturprozent und der Paul Schiller Stiftung

Information:     Edith Villinger, HSR Hochschule für Technik Rapperswil, Tel 055 222 49 25,       
                        edith.villinger(at)hsr.ch und unter www.gletscherarchiv.de 

 

Bilder für die Berichterstattung über die Ausstellung sind bei der HSR erhältlich. Senden Sie zum Bezug der Bilder ein E-Mail an kommunikation(at)hsr.ch. Bitte beachten Sie die besonderen Bedingungen der Gesellschaft für ökologische Forschung e.V., die bei der Verwendung dieser Bilder gelten:

 

Die Bilder mit Gletschervergleichen dürfen nur für Zwecke der Bewerbung oder der Berichterstattung über die Ausstellung „Gletscher im Treibhaus“ verwendet werden. Es muss neben dem Bild der Bildnachweis „Sammlung Gesellschaft für ökologische Forschung / + Name des Fotografen lesbar sein. Ein Belegexemplar ist zu senden an: Gesellschaft für ökologische Forschung, Frohschammerstrasse 14, D-80807 München. Der Abdruck der Bilder ist nur bei Berücksichtigung all dieser Konditionen kostenfrei. Jede andere Verwendung muss direkt mit der Gesellschaft für ökologische Forschung (e-mail: info(at)oekologische-forschung.de) vereinbart werden. Nicht autorisierte Verwendung der Bilder hat die Berechnung des doppelten marktüblichen Honorars zur Folge.

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