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Curtigut sinnvollster Standort für Studierendenwohnungen

22.05.07 - Aus Gründen des haushälterischen Umgangs mit den vorhandenen Landreserven, insbesondere auch mit den vorhandenen Finanzmitteln eignet sich das Curtigut am besten als Standort für die geplanten Studierendenunterkünfte in Kombination mit dem Forschungszentrum der HSR. Dies ergaben Abklärungen der beteiligten Projektpartner: Der Kanton St. Gallen, die Stadt Rapperswil-Jona und die HSR Hochschule für Technik Rapperswil.

Am 24. April 2007 informierten die Stadt Rapperswil-Jona, die Ortsbürgergemeinde Rapperswil-Jona, der Kanton St. Gallen und die HSR Hochschule für Technik Rapperswil über den geplanten Bau eines Forschungszentrums sowie von Studierendenunterkünften auf dem Curtigut in Rapperswil-Jona. Anwohner äusserten im Anschluss vor allem Be­denken gegenüber den Studierendenunterkünften. Kanton, Stadt und die HSR haben deshalb gemeinsam die Möglichkeit eines alternativen Standorts für die Studierenden­unterkünfte geprüft. Im Grundsatz ist davon auszugehen, dass für die Wettbewerbsfä­higkeit und somit die Zukunft der HSR die Forschung und die Internationalisierung von erstrangiger Bedeutung sind. Das anstehende Geschäft ist somit von grosser Tragweite.

 

Will die HSR im nationalen und internationalen Bildungs- und Forschungs-Wettbewerb mithalten, muss sie sich am Studierendenaustausch mit dem In- und Ausland beteiligen. Der internationale Studierendenaustausch basiert auf einem Gleichgewicht zwischen Studierenden, die an eine ausländische Partnerschule gehen können und jenen, die an der HSR von dieser Partnerschule aufgenommen werden. Studierende der HSR haben also nur dann die Möglichkeit, einen Studienaufenthalt im Ausland zu absolvieren, wenn auch die HSR Studierende aus dem Ausland vorübergehend aufnehmen kann.

 

Die hohen Lebenshaltungskosten machen die Schweiz als Studienland jedoch unattrak­tiv. Die HSR muss deshalb Studierenden aus entfernten Regionen der Schweiz und dem Ausland günstigen Wohnraum anbieten können, wie dies auch andere Hochschulen tun. Das Fehlen günstiger Unterkunftsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe  der Hochschule würde den Austausch weiter behindern und vor allem mit jenen Ländern praktisch ver­unmöglichen, mit denen die Schweiz wirtschaftliche und wissenschaftliche Beziehungen ohnehin verstärken möchte (z.B. China, Singapore und weitere).

 

Zudem kommt die Entwicklung hin zu einem Campus, an dem nicht nur studiert und geforscht, sondern auch gelebt wird, dem Lebensmodell, insbesondere von Studierenden dieser Länder, nahe: Arbeit und Freizeit sind bei Studierenden viel stärker miteinander verknüpft als bei Berufstätigen, die Übergänge sind fliessend. Mit der Einführung von Master-Studiengängen ab Herbst 2008 bekommt dieses Argument noch mehr Gewicht: Die Master-Studierenden werden intensiv in die Forschungsarbeiten der HSR-Institute einbe­zogen und müssen auch während des Selbststudiums einfach Zugang zur HSR-Infrastruktur haben. Die Möglichkeit, direkt auf dem Hochschul-Gelände wohnen zu können, macht die HSR für Studierende aus dem In- und Ausland attraktiver.

 

Prüfung anderer Standorte

Die Stadtbehörden haben zusammen mit der HSR Alternativstandorte geprüft und dabei auch das klärende Gespräch mit den zuständigen Regierungsräten Hans Ulrich Stöckling, (SG) und Kurt Zibung (SZ), Präsident des Hochschulrates der HSR gesucht. Es hat sich ge­zeigt, dass andere Standorte keine Option sind und weitreichende finanzielle Konse­quenzen hätten.

 

Der Kanton St. Gallen will das Curtigut von der Ortsgemeinde Rapperswil-Jona kaufen, die Stadt Rapperswil-Jona wird sich mit einem Standortbeitrag am Kauf beteiligen. Der Kanton stellt anschliessend den Boden nicht nur für den Bau des Forschungszentrums, sondern auch für die Studierendenunterkünfte unentgeltlich zur Verfügung. Aufgrund der Bereitstellung des Bodens durch den Kanton werden die beiden Bauprojekte durch Bundessubventionen in der Grössenordnung bis max. einem Drittel der Baukosten unterstützt.

 

Andere Standorte, welche die Stadt Rapperswil-Jona in der Zwischenzeit geprüft hat, würden sich zwar aufgrund ihrer Lage grundsätzlich eignen. Alle hätten jedoch massive Ausgaben von Kanton und/oder Stadt zur Folge, indem zuerst der Landerwerb durch die öffentliche Hand zusätzlich finanziert werden müsste. In Anbetracht dessen, das auf dem Curtigut Land zur Verfügung steht und brach liegen würde, sind Mehrausgaben in Millionenhöhe nicht sinnvoll. Dieses Vorgehen würde dem Ziel von Stadt und Kanton widersprechen, haushälterisch mit Boden und Steuergeldern umzugehen.

 

Aus diesen Gründen haben sich die Verantwortlichen des Kantons St. Gallen, der Stadt Rapperswil-Jona und der HSR Hochschule für Technik Rapperswil entschieden, am Curti­gut, dem Standort des zukünftigen Forschungszentrums, auch als Standort für die Stu­dierendenunterkünfte festzuhalten. Am 12. Juni entscheiden die Stimmberechtigten von Rapperswil-Jona, ob sie den städtischen Beitrag in der Höhe von 2 Millionen Franken an den Kauf des Curtiguts bewilligen. Am 26. Juni wird an einer ausserordentlichen Ver­sammlung der Ortsbürgergemeinde von Rapperswil-Jona entschieden, ob das Curtigut an den Kanton St. Gallen verkauft werden soll. Der Kanton genehmigt das Landgeschäft nur ohne zusätzliche Auflagen hinsichtlich Nutzung. Andernfalls müsste das Geschäft neu verhandelt werden.

 

Weitere Auskünfte an Medienschaffende erteilt:

Benedikt Würth, Stadtpräsident, Tel. 079 639 26 60, benedikt.wuerth@rj.sg.ch

Walter Domeisen, Stadtrat, Tel. 055 225 70 12, walter.domeisen(at)rj.sg.ch

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