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Doppelsieg für Golf spielende Roboter

23.05.06 - Am vergangenen Wochenende hat in Winterthur die Schweizermeisterschaft für autonome Roboter stattgefunden. Platz eins und zwei belegen Teams mit Studierenden der HSR. Sie vertreten die Schweiz zusammen mit der drittplatzierten Mannschaft an den Europameisterschaften in Sizilien.

Eurobot ist ein internationaler Roboterwettbewerb für Teams von Jugendlichen und Studierenden. Jährlich messen sich über 200 Teams aus mehr als 20 Ländern in diesem technisch-wissenschaftlichen Wettbewerb. Am vergangenen Wochenende haben 23 Teams aus verschiedenen Schweizer Hochschulen in Winterthur um die begehrte Teilnahme an den Europameisterschaften gekämpft. Zwei Mannschaften der HSR belegten dabei den ersten und zweiten Platz; die dritte Mannschaft aus Rapperswil belegte Platz fünf. Die drei Erstplatzierten werden sich vom 2. bis 4. Juni mit den Gewinnern anderer Länder an den Europameisterschaften in Catania/Sizilien messen.

 

Roboter lernen Golf spielen

Jedes Jahr müssen die Roboter eine spezifische Aufgabe lösen. Für diese friedlichen Wettkämpfe – das Behindern des Gegners ist nicht erlaubt – entwickeln die Studententeams jedes Jahr neue Roboter, die selbständig, d.h. ohne Eingriffe von aussen, ihre Aufgabe meistern müssen. Dieses Mal mussten sie so gebaut und programmiert werden, dass sie imstande waren, eine Art Golf zu spielen: Innerhalb von 90 Sekunden musste jeder Roboter möglichst viele Bälle in die Löcher der eigenen Farbe versenken. Da der Gegner gleichzeitig dasselbe mit seinen Löchern versuchte, galt es zusätzlich, Kollisionen zu vermeiden und trotzdem die Orientierung nicht zu verlieren. «Die Anspannung vor Beginn der Finalspiele war gross», sagt Reto Eberli vom Gewinnerteam Pure-M. «Aber unser Roboter war sehr zuverlässig. So konnten wir schon während des Matchs abschätzen, dass das für uns gut kommt.»

 

3000 Stunden Bauzeit pro Roboter

Seit Oktober 2005 haben die drei Studententeams auf Hochtouren ihre autononem Golfspieler konstruiert. Beteiligt waren Studierende der Maschinen- und Elektrotechnik mit Vertiefung in Mechatronik und Automatisierungstechnik. Reto Eberli schätzt, dass jeder in seinem Viererteam im letzten Halbjahr mindestens 700 Stunden investiert hat. «Aber der Aufwand hat sich gelohnt.»

 

Die Gewinner-Teams:

Team „Pure-M“ (Rang 1): Teamleiter Reto Eberli (Niederhelfenschwil), Stefan Heuberger und Alex Egli (Wetzikon), Quirin Keeris (Zürich).

Team „Squirrels“ (Rang 2): Teamleiter Stefan Schönenberger (Wil), Christoph Niederer (Wädenswil), Mathias Faust (Rapperswil), Markus Rähle (Schwanden GL).

 

Eine öffentliche Vorführung findet am Abend des 16. Juni an der HSR statt.

 

(Bildlegende)

Letzte Startvorbereitungen des Teams „Pure-Mechatronics“ (Foto Claudio Foscan)

 

Prof. Heinz Domeisen, Leiter Institut für Mechatronik und Automatisierungstechnik,

Tel. 055 222 49 19, heins.domeisen(at)hsr.ch

 

Informationen zum Wettkampf: www.ima.hsr.ch; www.robot-ch.org 

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