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Erstes Rapperswiler Kunststoff-Forum an der HSR

07.09.06 - Erstes Rapperswiler Kunststoff-Forum an der HSR Am Donnerstag hat am Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung IWK das erste Rapperswiler Kunststoff-Forum stattgefunden. Rund 80 Interessierte aus Industrie und Forschung haben die Gelegenheit genutzt, die Projekte, Dienstleistungen und Entwicklungen des IWKs kennen zu lernen und sich mit Fachkräften der Hochschule auszutauschen.

Die Kunststoffindustrie in der Schweiz ist eine bedeutende und innovative Branche. Rund 900 Firmen beschäftigen 42'000 Mitarbeitende. Der jährliche Umsatz beträgt rund 13 Milliarden Schweizer Franken. Die HSR Hochschule für Technik Rapperswil hat vor Jahren erkannt, dass der Einsatz von Kunststoffen im Materialverbund zunehmend an Bedeutung gewinnen wird. Um den Weiterentwicklungsbestrebungen des Marktes begegnen zu können, hat die HSR vor knapp einem Jahr das Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung IWK gegründet. Die seit Jahrzehnten im Studiengang Maschinentechnik gepflegten Bereiche Werkstoff- und Kunststofftechnik sind im IWK organisatorisch gebündelt worden und können nun gezielt weiterentwickelt werden.

 

Lehren, ausführen, forschen

Am Kunststoff-Forum hat sich das IWK als kompetenter Entwicklungspartner präsentiert, der Dienstleistungen schnell erbringen kann. Institutsleiter Frank Ehrig zeigte in seinem Rück­blick auf das erste Betriebsjahr die Schwerpunkte der vier Leistungsaufträge Ausbildung, Weiterbildung, angewandte Forschung und Entwicklung sowie Dienstleistungen. Er ging je­weils kurz auf konkrete Beispiele von ausgeführten Entwicklungsprojekten mit Industrie­part­nern ein. Sein Stellvertreter Markus Henne stellte eine Reihe Projekte mit dem Schwerpunkt Leichtbau vor. Je nach Projekt standen unterschiedliche Anforderungen im Vordergrund: Während ein Kunde eine kosteneffiziente Leichtbaulösung für eine Motorhaube wollte, sah sich das IWK beim Bau eines Ultraleicht-Elektromobils mit der Aufgabe konfrontiert, das Gewicht durch eine Kombination unterschiedlichster Werkstoffe möglichst zu reduzieren. Professor Johannes Kunz ermöglichte einen Einblick in die Forschung. Er legte dar, wie das IWK neue oder verbesserte Formeln und Gestaltungsregeln für das Konstruieren mit Kunst­stoffen erarbeitet.

Die beiden Fachreferate aus der Praxis zeigten den grossen Innovationsbedarf der kunststoff­anwendenden Industrie auf. Lothar Stockmann von der Geberit International AG in Jona be­richtete über die Entwicklung der Online-Prozessüberwachung beim Spritzgiessen, deren Ziel es ist, Effizienz und Qualität bei der Herstellung von Kunststoffbauteilen zu steigern. Paul Kächele von der Pilatus Aircraft Ltd. in Stans legte anhand interessanter Beispiele dar, warum und wie im Flugzeugbau zunehmend hochwertige Verbund-Materialien mit Kunststoff für immer anspruchsvollere Aufgaben eingesetzt werden.

Im Anschluss an die Referate konnten sich die Teilnehmenden in den Labors anhand einiger Demonstrationen selbst ein Bild davon machen, welche innovativen Methoden dem IWK beim Erbringen seiner Leistungen zur Verfügung stehen und sich mit anderen Fachleuten austauschen.

Mehr Informationen unter: www.iwk.hsr.ch 

 

Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung IWK

Das IWK bietet neben der Lehrtätigkeit Dienstleistungen für Industrieunternehmen im regio­nalen und überregionalen Bereich an. Die Projekte umfassen Beratungen, Studien, Expertisen, Schulungen, Entwicklungs-, Konstruktions- und Berechnungsaufgaben, Bauteil- und Werk­stoffprüfungen und vieles mehr. Darüber hinaus entwickelt das IWK in Projekten der anwen­dungsorientierten Forschung und Entwicklung aF&E und teilweise in Kooperation mit Part­nern aus der Industrie und anderen Hochschulen grundlegende Lösungen für praxisrelevante Problemstellungen.

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