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Forschungstag an der HSR 2009

17.09.09 - Die HSR Hochschule für Technik Rapperswil öffnete heute ihre Tore, um interessierten Gästen aus Politik, Wirtschaft und öffentlicher Hand einen Einblick in ihre Forschungstätigkeiten zu geben. Diverse Referate, eine Forschungsmesse sowie Führungen durch die Institute und Labors veranschaulichten die vielfältige Forschung an der HSR.

Rund 200 Gäste besuchten heute im Rahmen des Forschungstages die HSR. Dieser wird regelmässig durchgeführt, um Partnern aus der Industrie, der öffentlichen Hand sowie Politikerinnen und Politikern einen Einblick in die Forschungstätigkeit der HSR zu ermöglichen. In einer Forschungsmesse sowie mit Referaten und Führungen durch die Institute und Labors konnten die Besucherinnen und Besucher die ganze Vielfalt der HSR-Forschung erleben.

 

Vom Tragflächenboot bis zum Felssturzwarnsystem

So konnte im Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung IWK beispielsweise ein neu entwickeltes Tragflächenboot besichtigt werden. Dabei handelt es sich um ein elektrisch angetriebenes, federleichtes Einmann-Boot, das sich aufgrund des Auftriebs von Tragflächen ab einer bestimmten Geschwindigkeit aus dem Wasser hebt. Durch den geringen Fahrwiderstand erreicht das Boot mit einem herkömmlichen Elektromotor aus dem Modellflugbau eine Geschwindigkeit von 25-30 Kilometern pro Stunde. Am Institut für Solartechnik SPF wurden Anlagen zur Prüfung und Entwicklung von thermischen Solaranlagen gezeigt. Kurzvorträge veranschaulichten zudem die Arbeit des Instituts, das im Auftrag des Bundes die Qualität von Solarsystemen kommerzieller Hersteller prüft und zertifiziert und die Minergie-Zertifizierungsstelle des Kantons St. Gallen betreibt. Am Institut für Bau und Umwelt IBU wurden schliesslich Modellversuche vorgeführt, mit denen Hochwasser-Szenarien simuliert werden. Ebenso ein Thema war RockNet, ein innovatives, drahtloses Felssturzwarnsystem, welches das Institut für Bau und Umwelt zusammen mit dem Institut für Kommunikationssysteme ICOM entwickelt hat.

 

Praxisnahe Forschung

Die Beispiele zeigen, dass Praxisnähe ein wichtiges Kriterium in der Forschung und Entwicklung der HSR darstellt. So werden denn auch die meisten Projekte in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft und der öffentlichen Hand durchgeführt. Dieser erfolgreiche Brückenschlag zwischen Hochschule und Privatwirtschaft stand im Vordergrund eines Referates von Peter Waser, General Manager der Microsoft Schweiz GmbH. Microsoft hat erst im letzen Jahr das ehemalige «Swiss Software Solution Center» der HSR zum ersten «Microsoft Innovation Center» in der Schweiz ernannt. Mit diesem Titel werden rund um die Welt Institutionen bezeichnet, die die Innovation und das Wachstum lokaler Softwarebranchen besonders fördern. Auf die Bedeutung der HSR für die Region gingen in ihren Eröffnungsreden auch der Hochschulratspräsident und Schwyzer Regierungsrat Kurt Zibung sowie Domnik Würth, Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, ein. Sie betonten den volkswirtschaftlichen Nutzen der HSR einerseits als Forschungspartner, andererseits als Arbeitgeber.

 

Ausbildung profitiert von Forschung

An der HSR sind 17 Institute und Forschungsstellen in den Bereichen Technik und Informationstechnologie sowie Bau und Planungswesen tätig. Sie beschäftigen zusammen über 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – fast doppelt so viele wie noch 2005. Auch die insgesamt 61 Professorinnen und Professoren sind neben ihren Lehraufträgen durchwegs in der Forschung beschäftigt. Auf diese Weise kann ein starker Praxisbezug in der Aus- und Weiterbildung gewährleistet werden. In den letzten Jahren konnte der Ertrag aus der Forschungsarbeit stetig gesteigert werden und betrug 2008 fast 22 Millionen Schweizer Franken. Um dem kontinuierlichen Wachstum zu begegnen, ist der Bau eines neuen Forschungszentrums an der HSR geplant.

Bilder

Legende 1: Interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer an den zahlreichen Vorträgen.

Legende 2: In diversen Rundgängen durch die Institute erhielten die Besucherinnen und Besucher Einblick in die Forschungsbereiche der HSR.

Legende 3: Das Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung stellte am HSR-Forschungstag ein neu entwickeltes Tragflächenboot vor.

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