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HSR lädt zur Ausstellung der diesjährigen Diplomarbeiten ein

18.01.08 - Vom 28. Januar bis zum 8. Februar 2008 zeigt die HSR Hochschule für Technik Rapperswil die Abschlussarbeiten der diesjährigen Diplomierenden. Die öffentlich zugängliche Ausstellung umfasst die Arbeiten der rund 220 Diplomierenden aus den sechs Studiengängen Elektrotechnik, Informatik, Maschinentechnik, Bauingenieurwesen, Landschaftsarchitektur und Raumplanung. Die Themen sind äusserst vielfältig, ein Student befasste sich beispielsweise mit der Energiegewinnung aus Abfall in Entwicklungsländern.

Aufgeplatzte Müllsäcke, Kartons mit Gemüseresten, Kleidungsfetzen und sonstiger Unrat auf den Strassen und Plätzen. Abfall, der sich zu mannshohen Türmen stapelt. Müll, der seit Wochen vor sich hin fault – so präsentierte sich Neapel derzeit. Mitten in Europa herrscht bereits seit 13 Jahren ein regionales Entsorgungs-Problem – namentlich: fehlende Müllverbrennungsanlagen. Was in der Schweiz selbstverständlich, ist weltweit vielerorts nicht geregelt: die Müllentsorgung. Dabei lässt sich Abfall nicht nur entsorgen, sondern auch verwerten. Adrian Schuler aus Baar ZG, Diplomand des Studienganges Maschinentechnik, zeigte in seiner Diplomarbeit auf, wie auch in Entwicklungsländern Müll in Energie umgewandelt werden kann.

 

In vielen Entwicklungsländern droht ein Umweltproblem durch die steigende Menge an Hausmüll. Mögliche Gefahren von unbeseitigtem Abfall sind zum Beispiel Bakterienherde oder die Verschmutzung des Grundwassers. Adrian Schuler hat in seiner Arbeit die Energiegewinnung aus Abfall anhand eines konkreten Beispiels geprüft. Um die Grundlagen zur örtlichen Abfallsituation abzuklären und anschliessend die Möglichkeiten aufzuzeigen, hat Adrian Schuler vorab eine Feldrecherche in Niamey, Niger (Afrika), durchgeführt.

 

In der Schweiz wird der Abfall in Kehrichtverbrennungsanlagen gebracht und verbrannt. Dank einem Wärme-Kraft-Prozess wird bei der Müllentsorgung gleichzeitig elektrische Energie erzeugt. Adrian Schulers Diplomarbeit zeigt, wie dieses fortschrittliche System mit wenig Aufwand auch in Entwicklungsländern umzusetzen wäre. Sein erarbeitetes Konzept und die entsprechende Vorkalkulation basieren auf kleinen, modular aufgebauten Kehrichtverbrennungsanlagen, die einen wartungsarmen, zuverlässigen Betrieb gewährleisten. Aufgrund der lokalen Verhältnisse in Niamey bedarf es einer einfachen, robusten Technik. Adrian Schuler konnte in Tests zeigen, dass ein ausgedienter und umgebauter Benzinmotor die Funktion der Wärmekraftmaschine einnehmen kann. Der Verkauf des erzeugten Stroms kann einen Teil der Betriebskosten der Anlage finanzieren.

 

Interessierte können diese und weitere spannende Diplomarbeiten der jüngsten Generation von HSR-Diplomierenden an der Ausstellung der Diplomarbeiten vom 28. Januar bis zum 8. Februar 2008 besichtigen. Es wurden vorwiegend konkrete Aufträge aus der Wirtschaft oder der öffentlichen Hand bearbeitet, was einmal mehr zeigt, dass HSR-Diplomierende Gelerntes praxisgerecht und lösungsorientiert anwenden und umsetzen können.

Bildlegenden:
Abfallsituation in Niamey, Niger (Afrika)                                                       

Maschinentechnik-Diplomand Adrian Schuler

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