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Innovationspreis an der HSR

11.07.05 - Dr. h.c. Thomas Schmidheiny, Präsident der „Stiftung FUTUR zur Förderung von Jungunternehmern und Kulturschaffenden“, übergab am 11. Juli 2005 im Rahmen einer kleinen Feier an der HSR den Haupt- und den Anerkennungspreis für die beiden Technologietransfer-Projekte „Abwasserreinigung“ und „Griff in die Kiste“. Die Stiftung FUTUR fördert Projekte in der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung aF&E an der HSR, die sich durch Innovation, Kundennutzen und unternehmerische Umsetzung auszeichnen.

Für den Anfang 2005 zum zweiten Mal von FUTUR ausgeschriebenen Technologietransfer-Innovationspreis wurden neun Projekte eingereicht. Die Jury, bestehend aus Dr. Thomas Schmidheiny, Dr. Dieter Spälti, Prof. Dr. Hermann Mettler, Erich Gebhardt, Dr. Jürg Meili und Prof. Peter Schneider, bewertete die Bewerbungen nach folgenden drei Kriterien: Innovation (Neuigkeit, Originalität), Anwender- resp. Kundennutzen und Potenzial für eine Kommerzialisierung resp. unternehmerische Umsetzung.

 

Mit dem Hauptpreis von Fr. 10’000.- wurde das  Projekt „Abwasserreinigung mit Ferropore“ ausgezeichnet, das von Prof. Dr. Rainer Bunge, Leiter des Institutes für Umwelt- und Verfahrenstechnik UMTEC, eingereicht wurde. Mit einem Eisen-modifizierten Schaumglas können metallhaltige Abwässer, die Kupfer, Zink oder Blei enthalten, kostengünstig gereinigt werden. Die Eisenpartikel, die sich an der Oberfläche des Schaumglases befinden, wirken als Reduktionsmittel und Adsorbenzien. Die Entwicklung der innovativen Idee zu einem kommerzialisierbaren Produkt erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Misapor AG in Landquart und in Form eines Projektes der KTI, der „Förderagentur für Innovation“ des Bundes, die Projekte in der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung an Hochschulen unterstützt. Prof. Dr. Rainer Bunge gewann bereits im vergangenen Jahr den von FUTUR gestifteten Hauptpreis für ein Projekt, das die Beurteilung der Rezyklierbarkeit von Strassenbelägen mittels einer „elektronischen Nase“ erlaubt. Dieses Projekt wird inzwischen
von der umtec Technologie AG unternehmerisch umgesetzt. Das Unternehmen ist ein Spin-off des UMTEC und wurde im vergangenen Jahr gegründet.

Der Anerkennungspreis von Fr. 6’000.- ging an das von Prof. Heinz Domeisen geleitete Institut für Mechatronik und Automatisierungstechnik IMA für das Projekt „Griff in die Kiste“. In Zusammenarbeit mit der Feller AG, Horgen, wurde im Rahmen eines KTI-Projektes ein neuartiges, universelles Greifersystem entwickelt. Der mit Videokamera und Ultraschall-Distanzmessung versehene Matrixgreifer ermöglicht das Handling ungeordneter Teile und damit die Automatisierung der Montage von Schaltern und Steckergehäusen. Dadurch wird die Konkurrenzfähigkeit des Produktionsstandortes Schweiz gegenüber Billiglohnländern unterstützt.

 

Stiftung FUTUR
FUTUR fördert Jungunternehmer durch die kostenlose Überlassung von Arbeitsräumen in der Liegenschaft Herrenberg 35 in Rapperswil und der Begleitung durch einen erfahrenen Coach aus dem Stiftungsrat. Neben der jährlichen Ausschreibung des Technologietransfer-Innovationspreises an der HSR unterstützt FUTUR die Durchführung von Unternehmensgründungskursen. Bisher wurden sechs Unternehmen aus der Förderung entlassen. Gegenwärtig befinden sich drei Jungunternehmer im Herrenberg. Weitere Informationen unter: www.futur.ch 

 

(Bildlegende)

Am 11. Juli erhielten zwei HSR-Institute symbolische Checks der Stiftung FUTUR für innovative Projekte: (v.l.) Heinz Domeisen, Leiter IMA, Thomas Schmidheiny, Präsident FUTUR, Hermann Mettler, Rektor der HSR, und Rainer Bunge, Leiter UMTEC

Bild: HSR, Hannes Karrer

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