Alle Einträge anzeigen

Konferenz "Digitalisierung in der Industrie"

09.09.16 - Digitalisierung: Ja, aber wie? Diese Frage beschäftigt die Schweizer Wirtschaft. Rund 150 Unternehmer wollten an einer Digitalisierungs-Konferenz an der HSR wissen, wie sie durch die Digitalisierung ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern können. Zu sehen gab es eindrückliche Praxisbeispiele und einen Ausblick auf das neue DigitalLab@HSR.

Der Startschuss für einen proaktiven Umgang mit der Digitalisierung – auch Industrie 4.0 oder Internet of Things genannt – fiel am 30. August an der HSR Konferenz „Digitalisierung in der Industrie“. Rund 150 Unternehmer nutzten die Gelegenheit und informierten sich an der HSR über den Stand der Digitalisierung bei Pionier-Unternehmen. Vorführungen zum aktuellen Stand der Technik in den Bereichen Robotik, 3D-Druck und Integration von elektronischen Bauteilen mit Spritzguss rundeten das Programm ab.

Unordnung nicht automatisieren

Ein Allheilmittel ist die Digitalisierung zwar nicht. Diesen Zahn zog Thomas Friedli, Professor für Produktionsmanagement an der Universität St. Gallen den Konferenz-Teilnehmern gleich zu Beginn: „Wenn man Unordnung automatisiert, hat man automatisierte Unordnung.“

Saubere, stabile Prozesse seien die Grundlage für eine erfolgreiche Digitalisierung in Unternehmen. Ist diese Voraussetzung jedoch gegeben, könnten Unternehmen nur profitieren. Die Digitalisierung kremple einen Betrieb nicht von Grund auf um, aber „Sie können das, was Sie machen, schneller, stabiler, kontrollierbarer und kostengünstiger erledigen“, so Roman Hänggi, Professor für Produktionsmanagement an der Hochschule für Technik Rapperswil.

Neue Geschäftsfelder durch Digitalisierung

Den Beweis dafür traten in der Folge mehrere Unternehmen an, die bereits Digitalisierungsprojekte und neue Geschäftsmodelle erfolgreich umgesetzt haben. So lieferte etwa Wolfram Kolbe, Entwicklungsingenieur bei der Heidelberger Druckmaschinen AG, eindrückliche Zahlen. Seit der Einführung von Smart Services konnten die Service-Einsätze an Heidelberg-Maschinen bei Kunden durchschnittlich um 20 Prozent gesenkt werden. Ungeplante Service-Einsätze gebe es seitdem sogar „fast gar keine mehr“, so Kolbe. Zudem sei die Heidelberg-Software auch für andere Unternehmen interessant, weswegen sich der Verkauf der Software als weiteres Geschäftsfeld ergeben habe.

Weitere nationale und internationale Beispiele folgten, so auch von der Liechtensteiner Firma Hilti, die eine Verwaltungslösung für Betriebsmittel wie Baumaschinen auf Baustellen präsentierte. Damit könnte nicht nur Hilti-Maschinen, sondern alle Betriebsmittel verwaltet werden. „Unsere Kunden haben damit jederzeit die Übersicht, welche Betriebsmittel durch welche Mitarbeiter in welchem Zeitraum auf welcher Baustelle genutzt werden“, sagte Philipp Lässer, Customer Life Cycle Manager bei Hilti.

Die meisten warten und informieren sich

Zum Ende der Konferenz präsentierten Friedli und Hänggi, eine Umfrage unter den Konferenz-Teilnehmern. Das Ergebnis: Ein Grossteil der Firmen sammelt aktuell Informationen über die Digitalisierung oder evaluiert Projekte. Das nutzte Hänggi, um auf das neue DigitalLab@HSR aufmerksam zu machen, das ab Herbst 2016 seinen Betrieb aufnehmen wird.

Im digitalen Labor der HSR können Unternehmen auf das Know-how der HSR, der Universität St. Gallen und des IT-Dienstleisters Cognizant zugreifen, um Digitalisierungsprojekte zu planen und umzusetzen. Weitere Informationen zum DigitalLab@HSR folgen demnächst.

Ein Prototyp nach 48 Stunden

Im Rahmen einer Seminararbeit nahmen vier HSR MSE Studenten...

Bachelor-Infotag am 16. März 2019

Lernen Sie unsere Studiengänge und den HSR Campus kennen.

Globi auf Rumänisch: Feierliche Buchtaufe an der HSR

05.12.18 - Das beliebte Schweizer Kinderbuch «Globi und die Energie»...