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«Lebensqualität ist nur mit guter Landschaftsqualität zu haben»

15.01.10 - Das Institut für Landschaft und Freiraum ILF veranstaltete am Freitag, 15. Januar 2010 an der HSR eine Fachtagung unter dem Titel «Landschaftsqualität – nationale Ansprüche, regionale Umsetzung». Im Zentrum standen Fragen wie: Was ist Landschaftsqualität? Wie können Landschaftsqualitätsziele definiert werden? Und wie können diese umgesetzt werden?

An der Fachtagung nahmen Vertreter der Bundesämter für Umwelt (BAFU), für Landwirtschaft (BWL) und für Raumentwicklung (ARE) sowie Fachleute aus der Landschaftsarchitektur teil. Anlass für die Tagung gaben die aktuellen Bestrebungen auf Bundesebene, gesamtschweizerische Planungs- und Umsetzungsgrundlagen zur Definition und Förderung von Landschaftsqualität zu erarbeiten. Diesbezüglich wurden an der Tagung Lösungswege aufgezeigt und diskutiert.

 

Landschaft übernimmt vielfältige Funktionen

Die Tagung zeigte, dass es eine äusserst anspruchsvolle Aufgabe ist, die Landschaft der Schweiz angemessen weiterzuentwickeln und in ihrer Qualität zu fördern. Denn je nach Blickwinkel muss die Landschaft die unterschiedlichsten Ansprüche erfüllen: sei es als Lebens-, Erholungs- oder Wirtschaftsraum. Entsprechend ging Andreas Stalder, Leiter der Sektion Landschaft und Landnutzung des BAFU, in seinem Referat davon aus, dass Landschaft ein räumliches Abbild unserer Zivilisationsgeschichte darstellt. Die grosse Herausforderung sei es, natürliche und kulturelle Aspekte der Landschaft mit den verschiedenartigen Bedürfnissen der Gesellschaft zusammenzubringen.

 

Aktuelle Ansätze zur Umsetzung von Landschaftqualität

Wie dies funktionieren könnte, erläuterte Angelika Abderhalden von der Arinas environment AG. Sie präsentierte das Projekt INSCUNTER, mit dem im Unterengadin mittels integralem Landschafsschutz und naturnahem Tourismus ein Mehrwert generiert werden soll. Hinter dem Projekt steht eine breite Trägerschaft aus Natur- und Landschaftsschutz, Forstwirtschaft und Tourismus.  Auch Stefan Kunz, Dozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Landschaft und Freiraum ILF der HSR, stellte mit dem Landschaftsentwicklungskonzept (LEK) Höfe eine Massnahme vor, die dazu dient, Landschaftsqualität langfristig zu sichern. Das Projekt zeige beispielhaft, wie landschaftliche Qualitäten in einem urbanen Umfeld angegangen und entwickelt werden könne, so Stefan Kunz.

 

Diskussion auch aus ethischen Gründen notwendig

Auch Aspekte der Landschaftswahrnehmung und der ethischen Verantwortung der Landschaft gegenüber wurden im Rahmen der Tagung angesprochen. So zeigte Maren Stotz vom Kunstmuseum Basel auf, welche Rolle die Landschaftswahrnehmung im Bereich der Kunst – und speziell im Werk von Vincent van Gogh – spielt. Den Abschluss bildete schliesslich ein Referat von Thomas Gröbly, Dozent für Ethik an der Hochschule für Landwirtschaft (SHL) in Zollikofen. Seiner Meinung nach drängt sich eine Diskussion um Landschaftqualität in der heutigen Zeit geradezu auf. Dies deshalb, weil die Gesellschaft immer mehr an ihre ökolokgische Grenzen stosse und weil deshalb auch unsere Lebensqualität auf dem Spiel stehe. Denn, so seine These: «Lebensqualität gibt es nur mit guter Landschaftsqualität».

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