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Preisverleihung Stiftung FUTUR

01.06.15 - Die Stiftung zur Förderung und Unterstützung technologieorientierter Unternehmungen Rapperswil (kurz: Stiftung FUTUR) hat heute zwei herausragende Forschungsprojekte der HSR Hochschule für Technik Rapperswil für das Jahr 2014 mit einem Innovationspreis ausgezeichnet.

Stiftungsratspräsident Dr. h.c. Thomas Schmidheiny überreichte den beiden Preisträgern Prof. Dr. Agathe Koller-Hodac und Prof. Dr. Jasmin Smajic jeweils einen Barcheck als Anerkennung für die entwickelten Innovationen. Die beiden Siegerprojekte zeichnen sich vor allem durch einen hohen Nutzen für die involvierten Industriepartner und eine neue, innovative Lösung aus. Schmidheiny zeigte sich beeindruckt von der Fülle und der hochstehenden Qualität der eingereichten Projekte, die die hohe Forschungsqualität der Hochschule spiegelten.

Der mit 10 000 Franken dotierte Hauptpreis ging an das folgende Projekt:

«Roboterantrieb CASCAD für miniaturisierte mechanische Systeme»

Für die Industriepartner Hamilton Bonaduz AG und Schneeberger Lineartechnik AG entwickelte Prof. Dr. Agathe Koller-Hodac mit ihrem Team am ILT Institut für Laborautomation und Mechatronik und weiteren drei Instituten der HSR in einer interdisziplinären Zusammenarbeit ein kostengünstiges, modulares Antriebssystem für Roboter. Das CASCAD genannte System ermöglicht eine effiziente, genaue Positionierung und Bewegung von Läufern in einem Schienensystem. Diese werden zum Beispiel für die Vorbereitung von Analyseproben in Spitälern oder Labors verwendet. Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind in der Halbleiterindustrie, bei Solarapplikationen, in der Mikromontage oder in der Messtechnik. Mit CASCAD wird der Aufbau von anspruchsvollen Automationslösungen vereinfacht. Bei Hamilton wird das System bereits serienmässig als Antriebseinheit für ein Entdeckelungs-Modul eingesetzt.

Den Anerkennungspreis in Höhe von 6 000 Franken erhält das Projekt:

«Blitzstoss-Analysesoftware für trockene Transformatoren»

Am IET Institut für Energietechnik der HSR hat Prof. Dr. Jasmin Smajic mit einem sechsköpfigen Team im Auftrag des Energie- und Automationstechnik-Unternehmens ABB die weltweit erste BlitzstossAnalysesoftware für grosse, trockene, das heisst luftgekühlte Transformatoren entwickelt. Die zuvor bei ABB verwendete Methode sollte ersetzt werden, weil die Blitzstosssimulationen von ungenügender Präzision waren. Das war deshalb problematisch, weil die Blitzstossfestigkeit bei Trockentransformatoren das wichtigste Kriterium für das Produktdesign ist – ein Blitzschlag erzeugt eine bedeutend höhere Spannung als der übliche Betrieb und könnte den Transformator beschädigen. Mit der neuen Software ist ABB in der Lage, effiziente, zuverlässige und präzise Blitzstossanalysen bei trockenen Leistungs-, Verteilund Antriebstransformatoren durchzuführen.

Der Geschäftsführer der Stiftung, HSR Prorektor Forschung Alex Simeon, betonte in seiner Rede die wichtige Mission der Stiftung, die auf die Förderung des Technologietransfers zwischen der Hochschule und der Industrie ausgerichtet sei und die Innovation auf beiden Seiten massgeblich begünstige. 

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