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Verleihung Innovationspreis der Stiftung Futur 2008

21.02.08 - Das interdisziplinäre Forschungsprojekt RockNet der HSR Hochschule für Technik Rapperswil hat den diesjährigen Innovationspreis der Stiftung Futur gewonnen. RockNet ist ein Warnsystem für Steinschläge und Felsstürze, das vom Institut für Bau und Umwelt IBU zusammen mit dem Institut für Kommunikationssysteme ICOM entwickelt wurde. Den Anerkennungspreis erhielt ein Murgangschutz-Projekt für die Gemeinden Brienz und Schwanden

„Der Preis freut mich sehr – auch weil er eine Bestätigung für unsere erfolgreiche interdisziplinäre Forschung und Entwicklung ist “, sagte Dr. Guido Schuster vom Institut für Kommunikationssysteme ICOM anlässlich der Preisverleihung. In enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Bau und Umwelt IBU entstand das prämierte Warnsystem für Steinschläge und Felsstürze. RockNet ist kabellos, einfach zu installieren und kostengünstig. Weil das Marktpotential dementsprechend hoch eingeschätzt wird, soll zur unternehmerischen Umsetzung eine Spin-off-Firma gegründet werden. Geplant ist zudem eine Erweiterung des Systems für andere Einsatzgebiete. 

Doch nicht nur ökonomische Gründe, auch die klimatischen Veränderungen sprechen für das Warnsystem. Prof. Dr. Hansruedi Schneider vom Institut für Bau und Umwelt IBU dazu: „Felsstürze, Steinschläge und Hangrutschungen werden sich durch die Klimaerwärmung häufen. Unser System kann damit einhergehende Personen- und Sachschäden verhindern.“  

Den mit CHF 10'000 dotierten Preis übergab Futur-Stiftungspräsident Dr. h.c. Thomas Schmidheiny anlässlich einer kleinen Feier am 21. Februar 2008. „Überzeugt hat mich einerseits die gute technische Idee und die Umsetzung. Andererseits, dass die wirtschaftlichen Verwertbarkeit von vornherein stark gewichtet wurde“, erläuterte Schmidheiny.

 

Anerkennungspreis für Murgangschutz-Projekt

Die Stiftung FUTUR zur Förderung von Jungunternehmen und Kulturschaffen zeichnet jedes Jahr herausragende Projekte der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung (aF&E) der HSR Hochschule für Technik Rapperswil mit dem Futur-Innovationspreis aus. Prämiert werden Projekte, die sich durch Innovation, hohen Kundennutzen und unternehmerische Umsetzung auszeichnen. Neben dem Hauptpreis wurde dieses Jahr auch ein Anerkennungspreis verliehen. Der mit CHF 6'000 dotierte Preis ging ebenfalls an das Institut für Bau und Umwelt IBU, diesmal an Prof. Dr. Jürg Speerli und Michael Grob. Die Fachstelle Wasserbau des Instituts erarbeitete basierend auf einem Murgang- Schutzkonzept der Gemeinden Brienz und Schwanden ein Ausleitbauwerk, welches mit der geforderten Funktionalität weltweit einzigartig ist. Prof. Dr. Jürg Speerli freut sich über die Anerkennung: „Dank unserer hydraulischen Modelluntersuchung können Brienz und Schwanden vor zukünftigen Murgangereignissen geschützt werden. Dass unser innovativer Lösungsansatz mit dem Anerkennungspreis ausgezeichnet wird, erfüllt uns mit Stolz.“

RockNet – ein Netzwerk, das sich selbst organisiert
RockNet erfasst mit mikroelektronischen Sensoren in der Grösse von Golfbällen sämtliche Erschütterungen in einem Gelände. Bestätigen mehrere dieser Sensoren Überschreitungen bestimmter Grenzwerte, lösen sie per Funk einen Alarm aus. Das System reagiert nur auf Felsstürze, Steinschläge oder Hangrutsche. Komplexe Rechenalgorithmen verhindern, dass andere äussere Einflüsse wie z.B. Hagelschlag einen Fehlalarm auslösen.

RockNet wird grosses Marktpotential vorausgesagt. Es ist kabellos, kann rasch und einfach installiert werden, ist kostengünstig und soll auch auf weitere Messungen erweitert werden. In naher Zukunft soll eine Spin-off-Firma zur unternehmerischen Umsetzung des Systems gegründet werden.

 

Glyssibach – Murgangschutzkonzept für Brienz und Schwanden
Ein schwerer Murgang tötete im August 2005 zwei Menschen in Brienz und verursachte enormen Schaden an Gebäuden und Infrastruktur. Aufgrund dieses Ereignisses wurde ein Schutzkonzept für den Glyssibach erarbeitet, das einen vergrösserten Durchflusskorridor durchs Siedlungsgebiet vorsieht. Die Fachstelle Wasserbau des Instituts für Bau und Umwelt IBU hat zudem ein Ausleitbauwerk entworfen und dessen Funktionalität in einem hydraulischen Modellversuch getestet, um eine optimale Sicherheit zu erreichen. Die geforderte Funktionalität sieht das Durchleiten von kleinen und das Ausleiten von grossen Murgangereignissen vor, was in dieser Form weltweit einzigartig ist. Es existieren bisher keine vergleichbaren Bauwerke.

 

Stiftung FUTUR:

Die Stiftung FUTUR unterstützt Unternehmerinnen und Unternehmer in der ersten Phase des Unternehmertums. Das Stiftungskapitel ist bewusst minimal, denn es werden kein Startkapital oder andere Finanzmittel vergeben. Die Unterstützung besteht in Form von Beratungsdienstleistungen sowie der kostenlosen Vergabe von Büroräumlichkeiten.

In den meisten Fällen gelangen ehemalige HSR-Studierende mit einer Geschäftsidee an die Stiftung. Die intensive Begleitung der Jungunternehmer von der Projektdefinition bis zur Erstellung des Businessplans ist Schwerpunktaufgabe von Futur. Mitglieder des Stiftungsrates und Personen aus den persönlichen Netzwerken der Stiftungsräte wirken als Berater und Caoches. Daneben stellt die Stiftung Futur Räume und Infrastruktur zur Verfügung. Damit ermöglicht sie es Start-up-Unternehmen, mit minimalen Fixkosten zu operieren.

Futur bietet auch verschiedene Kurse an, in denen unternehmerisches Know-how vermittelt wird. Absolventen technischer Richtungen, die auf diesem Gebiet teilweise Lücken aufweisen, profitieren davon besonders.

Der Stiftungsrat von Futur setzt sich aus Persönlichkeiten aus Industrie und Dienstleistung, Schule und Forschung, Kultur und Politik zusammen.

Weitere Informationen unter: www.futur.ch

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