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Verleihung Innovationspreis der Stiftung Futur 2009

17.02.09 - Der Hauptpreis geht an ein Verfahren zur Verbesserung von Hörgeräten : Das Forschungsprojekt «LOCO» der HSR Hochschule für Technik Rapperswil hat den diesjährigen Innovationspreis der Stiftung FUTUR in der Höhe von 10‘000 Franken gewonnen. Es handelt sich dabei um ein Verfahren zur Reduktion von Störgeräuschen bei Hörgeräten, das zusammen mit der Phonak AG entwickelt wurde. Den Anerkennungspreis in der Höhe von 6‘000 Franken erhielt ein Projekt, das sich mit Gartentherapien an Rehabilitationskliniken auseinandersetzte.

Die Stiftung FUTUR zeichnet jedes Jahr herausragende Forschungs-Projekte der HSR Hochschule für Technik Rapperswil mit dem Innovationspreis aus. Prämiert werden Projekte, die sich durch Innovation, hohen Kundennutzen und unternehmerische Umsetzung auszeichnen. FUTUR-Stiftungspräsident Thomas Schmidheiny überreichte den diesjährigen Hauptpreis in der Höhe von 10‘000 Franken an Prof. Dr. Guido Schuster vom Institut für Kommunikationssysteme ICOM für das Projekt «LOCO - akustische Störgeräuschbefreiung».

Phonak plant Einbau in Hörgeräte

Im Rahmen des ausgezeichneten Projektes hat das HSR-Institut in enger Zusammenarbeit mit der Phonak AG ein Verfahren entwickelt, das bei Hörgeräten die so genannte Rauschunterdrückung verbessert. Ein Rauschen entsteht, wenn ein Hörgerät verschiedene akustische Signale, beispielsweise ein Gespräch mit Umgebungslärm, verarbeiten muss. Bereits in den heutigen Hörgeräten können je nach Situation gezielt Störeinflüsse aus bestimmten Richtungen unterdrückt werden. Mit dem LOCO-Verfahren ist diese Rauschunterdrückung nun nochmals signifikant verbessert worden. «Schwerhörende werden in Zukunft in akustisch schwierigen Situationen besser hören», so Guido Schuster bei der Vorstellung des Siegerprojektes. Zudem erfordere die Methode bei Hörgeräten sehr wenig Rechenleistung und Speicherplatz. Dadurch steigt die Lebensdauer der Batterie oder es werden zusätzliche, komplexere Signalverarbeitungen möglich.
Die Phonak AG hat auf das Verfahren ein internationales Patent angemeldet und plant, dieses auf einem Hörgeräte-System zu implementieren. Eine Publikation über Teile des Verfahrens wurde an der European Signal Processing Conference (EUSIPCO) 2008 in Lausanne veröffentlicht. Eine weitere Publikation für die EUSIPCO 2009 in Glasgow ist in Vorbereitung. Die EUSIPCO ist die europaweit bedeutendste Konferenz auf dem Gebiet der digitalen Signalverarbeitung für akustische Signale.

Anerkennungspreis für Projekt zu Gartentherapien in Reha-Kliniken

Aufgrund der hohen Qualität der eingereichten Projekte wurde neben dem Hauptpreis auch ein Anerkennungspreis verliehen. Der mit CHF 6'000 dotierte Preis ging an ein Projekt des Instituts für Theorie und Geschichte der Landschaftsarchitektur GTLA. Dieses hat zusammen mit mehreren anderen Fachhochschulen und der RehaClinic Zurzach Grundlagen und Konzepte für eine therapiewirksame Gestaltung von Aussenräumen in Rehabilitationskliniken entwickelt. «Im Projekt konnten wir empirisch nachweisen, dass der Therapie-Erfolg und die Lebensqualität der Patienten durch therapeutisch nutzbare Aussenräume gesteigert werden kann», erläuterte Prof. Dr. Susanne Karn, die den Preis entgegennehmen durfte. Das Projekt mündete schliesslich in der Umsetzung und Etablierung der Gartentherapie an der RehaClinic Zurzach.

 

Stiftung FUTUR: Die Stiftung FUTUR ist eine in Rapperswil-Jona verankerte Stiftung. Im Zentrum der Stiftungsarbeit steht die bessere Nutzung des an der HSR Hochschule für Technik Rapperswil vorhandenen Potenzials im Bereich des Technologietransfers. Ausserdem fördert die Stiftung die Vernetzung von Wirtschaft und Kultur in Rapperswil-Jona. Die Stiftung wird von Thomas Schmidheiny, der Stadt Rapperswil-Jona und der HSR getragen. Der Stiftungsrat setzt sich aus Persönlichkeiten aus Industrie und Dienstleistung, Schule und Forschung sowie Kultur und Politik zusammen. Weitere Informationen unter: www.futur.ch

 

Bild 1: Thomas Schmidheiny überreicht den mit CHF 10'000 dotierten Preis an Prof. Dr. Guido Schuster vom Institut für Kommunikationssysteme ICOM.
Bild 2: Prof. Dr. Susanne Karn erhält den mit CHF 6'000 dotierten Anerkennungspreis von Thomas Schmidheiny. 

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