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Vorgehen im Bauvorhaben Curtigut

24.04.07 - Der Forschungsbereich der HSR Hochschule für Technik Rapperswil sowie die Zahl der Studierenden sind in den letzten Jahren stark gewachsen. Um der zunehmenden Platznot zu begegnen, soll auf dem Curtigut-Areal neben der Hochschule ein Erweiterungsbau entstehen. Der Kanton St. Gallen will das Grundstück dafür mit Beteiligung der Stadt Rapperswil-Jona von der Ortsgemeinde Rapperswil-Jona kaufen. Am 24. April 2007 wurden die Anwohnenden über das Vorhaben informiert.

Am Abend des 24. April 2007 orientierten Vertreter der beteiligten Parteien die Anwohnerinnen und Anwohner der Oberseestrasse in Rapperswil-Jona über den geplanten Kauf des Curtigut-Areals. Auf dem Gelände sollen ein Forschungszentrum und Studierendenwohnungen entstehen. Der Bau wird nötig, weil an der HSR zunehmende Platznot herrscht. Besonders der Forschungsbereich ist in den letzten Jahren sehr stark gewachsen. Sein Umsatz erhöhte sich seit dem Jahre 1998 von ca. 2 Mio. Franken bis zum Jahr 2006 auf ca. 17.5 Mio. Franken.

 

Eine Investition in die Region

Ein grosser Teil der Forschungsprojekte an der HSR wird im Auftrag und in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen der regionalen Wirtschaft realisiert. Damit leistet die HSR einen wichtigen Beitrag zum Technologietransfer und zur regionalen Wirtschaftsförderung. Zudem ist die HSR eine wichtige Arbeitgeberin in der Region. Allein im Forschungsbereich sind heute mehr als 160 Mitarbeitende tä­tig. Die Hälfte dieser Arbeitsplätze konnte während der starken Wachstumsphase des Forschungsbe­reichs in den letzten zweieinhalb Jahren neu geschaffen werden. Insgesamt sind fast 500 Personen an der HSR beschäftigt.

 

Die geplanten Bauten sollen Platz für die Forschungsaktivitäten der Bereiche Informatik,
Elektrotechnik und Maschinentechnik sowie für Studierendenwohnungen bieten. „Unser Forschungs­bereich platzt bereits heute aus allen Nähten und wird noch weiter wachsen. Da wir künftig zudem auch Masterstudierende ausbilden und mit mehr Studierenden aus entfernten Regionen der Schweiz und dem Ausland rechnen, sind wir dringend auf den Erweiterungsbau angewiesen“, erklärte Hermann Mettler, Rektor der HSR.

 

Kanton kauft mit Unterstützung der Stadt

Derzeit ist die Ortsgemeinde Rapperswil-Jona Eigentümerin des Curtiguts. Das Grundstück umfasst eine Fläche von rund 19'000 m2, der Kaufpreis beläuft sich auf knapp 11 Millionen Franken. Der Kanton St. Gallen beabsichtigt, das Land zu erwerben. Die Stadt Rapperswil-Jona leistet einen Stand­ortbeitrag im Umfang von 2 Millionen Franken. Dieser Betrag wurde im Einvernehmen mit dem Kanton festgelegt und orientiert sich an der Praxis, die bei analogen Geschäften im Kanton St. Gallen geübt wurde, sowie an den Grundsätzen der neuen Kantonsverfassung.

 

An der Bürgerversammlung vom 12. Juni 2007 wird über diesen Beitrag abgestimmt. Stadtpräsident Benedikt Würth wies in sei­nem Referat auf die Bedeutung hin, welche die HSR für die Attraktivität Rapperswil-Jonas als Wirtschaftsstandort und Wohnort hat: „Gute Bildungsinstitute gehören heute zu den wichtigsten Standort­faktoren einer Stadt. Sie brauchen daher geeignete Standorte, an denen sie sich entwickeln können.“

 

Ob das Curtigut verkauft wird, entscheiden die Ortsbürger von Rapperswil-Jona an einer ausseror­dentlichen Versammlung am 26. Juni 2007. Matthias Mächler, Präsident der Ortsgemeinde, steht hin­ter dem Vorhaben: „Die HSR hat einen bildungspolitisch und wirtschaftlich wichtigen Stellenwert. Nicht nur für Rapperswil-Jona, sondern für die gesamte Agglomeration Obersee. Die Erweiterung der HSR auf unserem Boden ist ein allseits grosses Bedürfnis.“ Sofern der Landverkauf beschlossen und die notwendigen Kredite durch den Kanton St. Gallen und die Stadt Rapperswil-Jona gesprochen wer­den, könnten die Erweiterungsbauten bis ca. 2012 realisiert werden.

 

Das Hochbauamt des Kantons St. Gallen wird im Sommer dieses Jahres einen öffentlichen Architek­turwettbewerb ausschreiben. Architekten sollen Projektvorschläge einreichen, die ein Forschungszent­rum mit 3500 bis 4000 m2 Nutzfläche sowie rund 80 Wohneinheiten vorsehen. „Zudem muss ein ge­eigneter Vorschlag hohe städtebauliche Anforderungen erfüllen“, erklärte Werner Binotto, Kantons­baumeister des Kantons St. Gallen. Der Architekturwettbewerb soll voraussichtlich bis Ende des Jah­res abgeschlossen sein.


Bildlegende:

V.l.n.r: Matthias Mächler, Werner Binotto, Walter Domeisen, Benedikt Würth und Hermann Mettler.

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