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HSR koordiniert EU-Projekt zur Reduktion des Energiebedarfs

19.01.12 - Am 23. Januar fällt in Rapperswil der Startschuss zu einem internationalen Energie-Forschungsprojekt der EU zur Senkung des Energiebedarfs moderner Heizungen. Die Projektleitung des mit 3 Mio. Euro dotierten Grossprojekts hat das SPF Institut für Solartechnik der HSR Hochschule für Technik Rapperswil. Die neun Projektpartner aus sechs Ländern treffen sich zum zweitägigen Kick-off-Meeting an der HSR.

Das Forschungsprojekt wurde im vergangenen Jahr von der Europäischen Union aus einer Vielzahl von eingereichten Projektvorschlägen ausgewählt und bedeutet eine Anerkennung und Auszeichnung der HSR und des SPF Instituts für Solartechnik für ihr Fachwissen. Das ehrgeizige Ziel des auf vier Jahre ausgelegten Projekts bedeutet eine 25-prozentige Reduktion des elektrischen Energiebedarfs moderner Heizungen, in welchen eine Kombination aus Solarkollektoren und Wärmepumpe eingesetzt wird. Dieser Forschungsarbeit steht ein weitgehend aus dem 7. Forschungs-Rahmenprogramm der EU (FP7) finanziertes Budget von insgesamt 3 Mio. Euro zur Verfügung.

Neben der HSR sind Partner aus Deutschland, Schweden, Frankreich, Österreich und der Tschechischen Republik sowie die Schweizer Firma Energie Solaire SA aus Sierre dabei. Die beteiligten Experten aus fünf Forschungsinstituten, drei KMUs und einem multinationalen Unternehmen sind sich einig darin, dass die gesteckten Ziele zwar anspruchsvoll, aber dennoch realistisch sind. Im Vordergrund der Entwicklungen stehen nicht nur Verbesserungen an einzelnen Komponenten wie Sonnenkollektoren, Wärmepumpen und Wärmespeichern, sondern auch eine systematische Analyse und Verbesserung des Zusammenspiels zwischen den einzelnen Komponenten und der Regelung des Gesamtsystems. Nach Meinung der Experten besteht hier noch viel Optimierungspotenzial zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung.

Um dieses Potenzial auszuschöpfen, werden komplette Heizungsanlagen im Prüfstand aufgebaut und Bedingungen ausgesetzt, wie sie im Feld auftreten. Basierend auf diesen Messungen werden Simulationsmodelle erstellt, mit welchen das Verhalten der Anlage über ein ganzes Jahr simuliert und Verbesserungsmassnahmen untersucht werden können. Diese Systemtest-Methode wurde am SPF entwickelt und hat dem Institut für Solartechnik bereits in den letzten Jahren Beachtung weit über die Landesgrenzen hinaus verschafft.

Das Kick-off-Treffen an der HSR in Rapperswil ist der Beginn einer Zusammenarbeit, die wichtige Bausteine für die Energiewende liefern soll. 

 

Bildlegenden

Bild CCT-Teststand: CCT-Teststand (Concise Cycle Test Method oder Kombiprüfmethode) im Labor des SPF zur Prüfung einer kompletten Anlage für die Warmwasser- und Raumwärmeversorgung eines Hauses mit erneuerbaren Energien. Rechts die Klimakammer, in der eine Wärmepumpe installiert werden kann, in der Mitte die Komponenten, mit denen die Solarkollektoren, die Nachheizung sowie der Warmwasser- und Heizenergiebedarf des Hauses nachgebildet wird. Der Energiespeicher, die hydraulischen Komponenten und die Regelung werden im Raum links hinter den Schränken installiert, der den "Keller" des im Labor nachgebildeten Hauses darstellt. 

Bild Installation der Messfühler: Projektleiter Dr. Michel Haller bei der Installation von Messfühlern am CCT-Teststand des SPF. Er leitet das von der EU finanzierte internationale Forschungsprojekt mit 9 Partnern aus 6 Ländern. 

Bild KollektortestserieTrackers: Tracker auf dem Dach der HSR, welche die Sonnenkollektoren zu Testzwecken dem Stand der Sonne nachführen.

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