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HSR-Studierende gewinnen Innovationswettbewerb

09.09.15 - Vier Studierende des Studiengangs Erneuerbare Energien und Umwelttechnik der HSR Hochschule für Technik Rapperswil haben berechnet, wie ein solarbetriebenes Luftschiff gebaut werden muss, damit es möglichst lange Strecken fahren und möglichst schwere Lasten transportieren kann.

Mit Ihrer Idee gewannen Peter Nötzli, Till Neinhaus, Lukas Schmid und Patrick Senn den Projektwettbewerb 2015 „Solarenergie verbindet“ der Helvetic Energy GmbH. Im Rahmen des Wettbewerbs sollten Berufsschüler und Fachhochschul-Studierende innovative Konzepte rund um die Themen Solarwärme oder Solarstrom entwickeln. Das Gewinnerteam der HSR konnte sich über einen Check über CHF 5000.-freuen, der auf dem „Solargipfel 2015“ in der ARA Glatt im Glattpark Zürich überreicht wurde.

Das Projekt wurde im Modul Teamkommunikation und Projektmanagement ausgearbeitet. Es gehört zum Pflichtprogramm für die noch am Anfang ihres Studiums stehenden Studierenden. Das Ziel war, neben methodischen Inhalten auch etwas über diese zentralen Kompetenzen in der Arbeitswelt eines Ingenieurs zu lernen.

Acht Stunden in der Luft – ohne Sonne
Am Ende der Arbeit stand ein theoretischer Prototyp, bestehend aus Komponenten, die heute bereits in der Industrie verfügbar sind. Dazu zählen unter anderem Elektromotor, Solarzellen und Akkus. Die Studierenden haben für ihre Vergleichsrechnung ein konventionell mit Diesel betriebenes Luftschiff gewählt und theoretisch mit „ihren“ Komponenten umgerüstet. Das Ergebnis klingt vielversprechend. Laut den HSR
Studierenden kann das Solar-Luftschiff bis zu acht Stunden in der Luft bleiben – ohne Sonne. Bei Sonnenschein kann das Schiff sogar länger als die dieselbetriebene Variante (16 Stunden) fahren. Dabei ist die Motorleistung des Solar-Luftschiffs mit rund 700 PS grösser, als die Diesel-Variante mit rund 350 PS.

Der Prototyp der HSR Studierenden ist 92 Meter lang, 43,5 Meter breit und 26 Meter hoch – genug Platz für eine mit Solarzellen bedeckte Fläche von rund 2800 Quadratmetern. Das entspricht etwa der Fläche von zehn Tennisfeldern. Wird das Schiff kleiner als 70 Meter Länge, 30 Meter Breite und 18 Meter Höhe, können die Motoren selbst bei Sonnenschein nur mit Hilfe von Akkus betrieben werden, weil die Solarfläche zu klein ausfällt.

Zudem haben die Studierenden noch zwei grössere Prototypen für verschiedene Aufgaben in der Luftfahrt berechnet. Einen für den Personentransport, einen für den Warentransport. Die Personen-Variante kann rund  150 Passagieremit einer Nutzlast von 18 Tonnen mit 180 Kilometern pro Stundeohne Zwischenstopp bis zu 5000 Kilometerweit befördern. Die Warentransport-Variante kann rund 180 Tonnen
Nutzlastmit einer Geschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stundeohne Zwischenstopp bis zu 4400 Kilometerweit befördern.

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