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Nachhaltig Bauen erfordert Umdenken

27.04.12 - Susanne Kytzia, Leiterin des Kompetenzzentrums Infrastruktur und Lebensraum der Hochschule für Technik Rapperswil, fordert ein Systemdenken der Planer.

Viele Gebäude werden nur mit dem Fokus auf die Baukosten und nicht im Hinblick auf den gesamten Lebenszyklus geplant. Mit Checklisten werden nachhaltige Standards zwar abgehackt, jedoch verlieren sich die Planer oft in den Details. Prof. Dr. Susanne Kytzia, Leiterin des Kompetenzzentrums Infrastruktur und Lebensraum der Hochschule für Technik Rapperswil und Co-Autorin des Buches "Nachhaltig Bauen. Lebenszyklus, Systeme, Szenarien, Verantwortung", stellt fest, dass zu schnell und zu wenig sorgfältig gebaut wird. Die Gebäude seien häufig nicht dem Standort angepasst und nicht auf dem bestmöglichen Stand der Technik, was die Betriebsenergie und die Wirtschaftlichkeit anbelangt. Den Wandel zur Nachhaltigkeit bezeichnet sie als gesellschaftlichen Lernprozess.

Susanne Kytzia hat mit Holger Wallbaum und Samuel Kellenberger von der ETH Zürich das Fachbuch "Nachhaltig Bauen" verfasst und im vdf Hochschulverlag publiziert. Damit hat sie sich das Lehrbuch für ihre Mastervorlesung "Nachhaltigkeit im Bauwesen" an der HSR gleich selber erschaffen: "Ich möchte Raumplaner und Bauingenieure dazu anregen, sich im Rahmen eines Systemdenkens auf das Wesentliche zu konzentrieren, zu experimentieren und eigene Ansätze zu entwickeln."

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