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Der Mensch als Innovationstreiber

11.11.19 - Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten an der Innovationstagung der HSR vom 6. November fünf Referenten bei spannenden Diskussionen. Im Zentrum standen der Austausch zum Innovationstreiber Homo Sapiens sowie Einblicke in neueste Innovationen und die ethischen Fragen, die diese Innovationen aufwerfen.

Der Mensch hat Millionen Jahre kleiner, evolutionärer Entwicklungsschritte hinter sich. Vom Jäger und Sammler zur dominanten Spezies auf der Erde. Heute haben menschliche Innovationen die menschliche Evolution überholt. Innovative Technologie und deren Anwendung machen den Menschen unabhängig von körperlichen Fähigkeiten zum mächtigen Gestalter seiner Umwelt. Eine Macht, mit der auch Verantwortung verbunden ist.

Als anschaulichen Einstieg präsentierten Prof. Dr. Christian Bermes von der HSR und Exoskelett-Pilot Thomas Krieg, welche Innovationen die Technik heute für gelähmte Menschen bereitstellen kann. Krieg ist Pilot in einem von zwei HSR Cybathlon-Teams. Er steuert ein von HSR und ETH Ingenieuren und Studierenden entwickeltes Exoskelett, das es ihm trotz seiner Lähmung ermöglicht, aus dem Sitzen aufzustehen und gehend einen Parcours zu absolvieren. Der zweite HSR Pilot Florian Hauser, ebenfalls gelähmt, kann mit seinem an der HSR konstruierten Hightech-Rollstuhl Treppen steigen oder Türen mit einem Roboter-Arm öffnen und schliessen. Die zwei Teams der HSR nehmen am ETH-Wettbewerb Cybathlon teil, einem einzigartigen Wettkampf, bei dem sich Menschen mit Behinderungen beim Absolvieren alltagsrelevanter Aufgaben unter Einsatz modernster Assistenztechnologie messen. «Uns ist also praktisch technisches Doping für unsere Athleten erlaubt», präzisierte Bermes unter dem Gelächter Publikums.

Im Laufe der Diskussion zwischen Bermes und Krieg zeigte sich, dass bei der Entwicklung sowohl des Rollstuhls wie auch des Exoskeletts nicht die Maschinen, sondern die menschlichen Piloten als Innovationstreiber im Zentrum stehen. «Mithilfe des Exoskeletts das erste Mal seit meinem Unfall wieder aufstehen zu können, war sehr emotional, weil mir 50 Studierende mit ihrer Arbeit ermöglicht haben, wieder auf Augenhöhe mit Menschen zu sprechen», so Krieg. Bei der Entwicklung müssen die individuellen Körpermerkmale der Piloten jederzeit beachtet werden – etwa bei der Steuerung der Geräte oder bei der Anpassung von physischen Kontaktpunkten zwischen Mensch und Maschine.

Der Mensch im smarten Haus

Einen gänzlich anderen Fokus hatte das Referat von Andreas Haas, der als Salesmanager der digitalSTROM AG in Schlieren das Ziel verfolgt, möglichst viele Gebäude vollständig zu vernetzen. Fast 10 000 Gebäude in der DACH-Region sind laut Haas bereits «smart», also digital vernetzt und steuerbar – von den Storen über die Haushaltsgeräte bis zur Alarmanlage und zum Heizungssyste.

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