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Neues aus Wissenschaft und Technik am 13. Rapperswiler Kunststoffforum

07.09.18 - Zum 13. Mal fand am IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung der HSR am Donnerstag, 6. September 2018 das Rapperswiler Kunststoffforum statt. Renommierte Redner aus der Industrie und der Fachwelt zeigten die fachliche Breite des Instituts auf. Neben den eindrücklichen Laborpräsentationen haben die rund 180 Teilnehmenden einen gut dokumentierten Einblick in die erfolgreiche Zusammenarbeit des IWK mit der Industrie erhalten.

«Die Digitalisierung nimmt unaufhaltsam Einzug in allen technischen Branchen und somit auch in der Kunststofftechnologie», betonte Prof. Alex Simeon, Prorektor für angewandte Forschung und Entwicklung, in seiner Begrüssungsrede. «Aktuelle Bestrebungen der HSR gehen dahin, die Produktionskompetenzen mit den Kompetenzen im Bereich der Digitalisierung an einem Standort zu bündeln, um hiermit aktuelle industrierelevante Forschungsschwerpunkte bearbeiten zu können», verriet er. Beispielsweise wird der vollautomatische Spritzgussprozess mit Sensortechnik und Bildverarbeitung ausgestattet, um eine integrierte Qualitätssicherung aufzubauen. Damit wird eine sehr gute Voraussetzung für den Einsatz von Machine Learning geschaffen: Auswertung umfangreicher Datenmengen hinsichtlich Erkennung von Anomalien und Definition von Gegenmassnahmen zur Prozessoptimierung. Dieser «Produktionsstandort im Labormassstab» bietet zusätzlich neue Möglichkeiten für die Ausbildung der HSR-Studierenden durch die Darstellung moderner Fertigungsverfahren und die Bedeutung der Digitalisierung in der Produktionstechnik.

Zur Steigerung der Marktattraktivität von Produkten geht der Trend zu mehr Funktionalität und zu individuellem Design, ein Thema, welches über Jahre am IWK kontinuierlich bearbeitet wird, erläuterte Prof. Dr. Frank Ehrig, Institutsleiter und Leiter Fachbereich Spritzgiessen/PUR. In diesem Jahr wurde die Herstellung dekorativer Bauteile im IMD-Verfahren vorgestellt. «Ziel eines laufenden Projektes ist die zusätzliche Integration von Elektronik in solche Dekorbauteile», erklärt Ehrig. Zudem werden zwei weitere Spritzgiesssonderverfahren für Leichtbauanwendungen vorgestellt: Das Thermoplastschaumspritzgiessen sowie die Integration von Tapes in Spritzgiessbauteile zur lokalen Verstärkung. Anhand einer Finne für Surfbretter konnten die in den letzten Jahren aufgebauten Kompetenzen erfolgreich umgesetzt werden.

Frank Ehrig machte zudem darauf aufmerksam, dass das IWK in den letzten Jahren 13 Jahren umfangreiches Know-how in den Bereichen Spritzgiessen und Additive Manufacturing aufgebaut hat: «Daher hat die HSR sich entschlossen, in Zusammenarbeit mit weiteren Experten ab Herbst 2019 einen Weiterbildungslehrgang zum Thema ‚Auslegung und Herstellung von Kunststoffbauteilen‘ zu starten».

Laborpräsentationen mit Fachvorträgen

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden in den Labors die neuesten Entwicklungen und Technologien der Fachbereiche Spritzgiessen/PUR, Compoundierung/Extrusion, Faserverbundtechnik/Leichtbau, Verbindungstechnik, Fertigungstechnik Metall und Mechanische Systeme vorgestellt. Zur Demonstration aktueller Projekte waren die verschiedenen Kunststoffverarbeitungsmaschinen live in Betrieb. In Form von Kurzvorträgen wurden ausgewählte Entwicklungen präsentiert.

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