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Solartechnik für die Energiewende

07.03.19 - Am 5. März fand am SPF Institut für Solartechnik der traditionelle Industrietag statt. Der Event hat sich in der Agenda der Solarbranche einen festen Platz erobert und war mit über 130 Firmenmitarbeitern, Planerinnen und Installateuren aus den Bereichen Solarwärme, Photovoltaik und Wärmepumpen wieder bestens besucht.

Solarwärme wichtiger Bestandteil der Energiestrategie des Bundes

Nach den einleitenden Worten der Rektorin erklärte Andreas Eckmanns, Bereichsleiter des Bundesamtes für Energie BFE für Forschung im Bereich Solarthermie und Wärmespeicherung, die Eckpunkte der Energiestrategie des Bundes. Die Energieszenarien des Bundes sehen vor, dass Solarwärme im Jahr 2050 zehn Prozent des Wärmebedarfs decken sollte. Diese Zielvorgabe wird wohl nur dann erreichbar sein, wenn sowohl die Kosten dieser Technologie gesenkt als auch die dafür zur Verfügung gestellten förderpolitischen Anreize verstärkt werden. 

Kompetenzen des SPF für die Energieversorgung der Schweiz im Jahr 2050

In der Folge stellte Gianfranco Guidati als Gastreferent und Leiter der Joint Activity for Scenarios and Modelling der Swiss Competence Centers of Energy Research (www.sccer-jasm.ch) Szenarien für eine weitestgehend erneuerbare Energieversorgung für 2050 dar. In den Modellen wurden nicht nur Energiebilanzen berechnet, sondern auch die Kosten der entsprechenden Technologien abgeschätzt und einbezogen. Aus den präsentierten Szenarien geht ein Bedarf an installierter Solarwärmekapazität von 4 - 14 GW hervor (derzeit ca. 1 GW), und gleichzeitig auch eine Erhöhung der saisonalen Energiespeicherkapazitäten von 10-18 TWh. Praktisch alle präsentierten Szenarien resultieren in einem Ausbau der Photovoltaik auf 40 GW (derzeit 2 GW). Institutsleiter Andreas Häberle stellte die Kompetenzbereiche des SPF dar und illustrierte die konkreten Aktivitäten zur Unterstützung der Energiewende anhand von einer Auswahl von Projekten, vornehmlich in den Bereichen Solarwärme und Photovoltaik.

Internationale Zusammenarbeit im Bereich Photovoltaik

Christof Biba (SPF) und Gabi Friesen (SUPSI) berichteten aus der internationalen Zusammenarbeit im Bereich der Solaren Ressourcen (Task 16) und der Zuverlässigkeit von Photovoltaik-Systemen (Task 13) des IEA PVPS (http://www.iea-pvps.org). Wie Daten von Meteotest zeigen, verzeichneten Schweizer Standorte in oder nahe an Agglomerationen in den letzten 35 Jahren eine Zunahme der verfügbaren Solarstrahlung um bis zu 13%. Man führt dies darauf zurück, dass die Luftverschmutzung und damit die Konzentration lichtstreuende Partikel in der Luft in dieser Zeit abgenommen hat. Biba führt aus, dass die jährlich in der Schweiz neu installierte Photovoltaikfläche etwas grösser ist als ein Quadratkilometer. Mit diesem Zubau wächst der Anteil der Photovoltaik von heute 3% des jährlichen Strombedarfs alle drei Jahre um ein weiteres Prozent. Die Tatsache, dass zu gewissen Zeiten bereits 50% der Grundlast durch Photovoltaik bereitgestellt werden, macht deutlich, dass Speichertechnologien für den Tag-Nacht Ausgleich wie zum Beispiel Pumpspeicher und Batterien schon bald notwendig sein werden um Leistungsspitzen aufzufangen und sinnvoll zeitlich zu verteilen.

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