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WhatsAlp nach 1800 Kilometern am Ziel in Nizza eingetroffen

03.10.17 - Vergangenen Freitag ist die Gruppe WhatsAlp nach 4 Monaten Marsch über den Alpenbogen in Nizza eingetroffen. Die Wanderer rund um den HSR Professor und Geographen Dominik Siegrist hatten sich zum Ziel gesetzt, vor Ort zu herauszufinden, welche Spuren Mensch und Natur in den Alpen hinterlassen.

Die Alpenregion und die Menschen entlang der Route von WhatsAlp kämpfen mit vielen Problemen: Der Klimawandel schreitet hier in rasantem Tempo voran, Verkehr und Städte wachsen schneller als im Rest Europas und Demographie, Verkehr und Tourismus stellen grosse Hürden für eine nachhaltige Entwicklung der Region dar.

Die Herausforderungen für Mensch und Umwelt in den Alpenregionen sind nicht neu: Bereits vor 25 Jahren marschierte eine Kerngruppe aus Geographen, Raumplanern und Landschaftsarchitekten unter dem Namen TransALPedes von Wien nach Nizza, weil ihnen die Alpen am Herzen lagen. Auch bei dieser Weitwanderung anno 1992 nahm Dominik Siegrist teil. Im Jahr 2017 wollten er und seine Kollegen wissen, wie sich Gesellschaft und Landschaft der Alpenregionen seit damals verändert haben. Whatsalp wollte daher eine Bestandsaufnahme machen, die nicht mit dem blossen Erheben von Daten endet. Vielmehr sollte die Initiative die unterschiedlichen Perspektiven der Menschen im Alpenraum miteinbeziehen, diese miteinander in Bezug setzen und Ideen für lokale Veränderungen anstossen. In wechselnder Besetzung marschierten die Wanderer 1800 Kilometer durch Österreich, die Schweiz, Italien und Frankreich. Im Austausch mit vielen verschiedenen Mitwanderern, Anwohnerinnen und Anwohnern, Umweltorganisationen und politischen Vertretern konnte die Gruppe ihrem Anspruch gerecht werden. Sie konnte sich erfolgreich vernetzen – über Länder-, Fach- und Interessensgrenzen hinaus.

Nach 119 Tagen, 1800 Kilometern Strecke und 70‘000 überwundenen Höhenmetern hat die Gruppe nun am Freitagnachmittag bei spätsommerlichen Temperaturen und Sonnenschein die Strandpromenade in Nizza erreicht. Am Ziel angekommen, zogen die Wanderer mit aufgefaltetem WhatsAlp-Transparent die Aufmerksamkeit der Badegäste auf sich und gönnten sich ein langersehntes Bad im Meer.

Ist es der Gruppe durch 4 Monate Marsch gelungen, die entscheidenden Impulse zu setzen? Die Entwicklung der Alpenregion wird nicht von heute auf morgen bestimmt. Das Fazit der Initiative kann sich auf jeden Fall sehen lassen: Die Gruppe organisierte 70 Veranstaltungen und Ortstermine (davon 18 in Österreich, 27 in der Schweiz, 11 Italien und 10 in Frankreich), lockte rund 200 Mitwanderer an und konnte eine starke Medienpräsenz erzielen. Das Kernteam von WhatsAlp wird nun die Ergebnisse ihrer Wanderung der Öffentlichkeit zugänglich machen, in Form von Vorträgen, Publikationen und einem Film.

Eine kühne Zukunftsvision würde den Alpen-Aktivisten und -Aktivisten wohl gefallen: Eine dritte Auflage von WhatsAlp im Jahr 2042, bei der die Wanderer eine, sich im Sinne der Alpenkonvention nachhaltig entwickelnde, Alpenregion durchqueren, die sich zum Wohl von Mensch und Umwelt verändert.

Weitere Informationen zur Initiative finden Sie auf der Webseite von Whatsalp.

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