Lehrberufe

Die HSR bildet in den Lehrberufen Fachfrau und Fachmann Betriebsunterhalt, Elektronikerin und Elektroniker sowie Informatikerin und Informatiker aus. 14 Lernende sind an der HSR angestellt.

Elektroniker/in EFZ

Berufsbeschreibung

Elektronikerinnen und Elektroniker entwickeln und realisieren, in Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten, elektronische Schaltungen oder Computerprogramme. Diese werden zum Beispiel in Haushaltgeräten, Unterhaltungselektronik, Gebäudetechnik, Produktionsanlagen und Bankomaten eingesetzt. Dank einer breiten Grundausbildung können sich Elektronikerinnen und Elektroniker sowohl mit der Computertechnik, wie auch mit der Mess- und Prüftechnik oder dem Bau elektronischer Geräte und Anlagen, befassen. Sie wirken mit beim Bearbeiten von Entwicklungsprojekten oder Aufträgen, erstellen technische Dokumentationen und fertigen elektronische Geräte oder Anlagen. Sie beteiligen sich an der Entwicklung von Ideen. Sie entwickeln oder verbessern bestehende Produkte.

Lehre an der HSR

Die Grundausbildung unserer Lernenden wird im Regionalen Ausbildungszentrum Au (www.r-au.ch) vermittelt. Unsere Lernenden sind insgesamt während eines Jahres dort. Im RAU lernen unsere Lernenden wie man zeichnet, bestückt, lötet, montiert, misst, kontrolliert, protokolliert und wenn nötig repariert. Dieses Wissen setzen unsere Lernenden anschliessend in unseren Labors ein. Sie entwickeln Geräte und Software in Zusammenarbeit mit den Ingenieuren an der HSR. So können sie ihr Wissen ausbauen und Berufserfahrungen sammeln. Im vierten Lehrjahr arbeitet der Lernende entsprechend seinen Neigungen in einem Labor und sammelt vertieft in einem speziellen Fachgebiet Erfahrungen.

Anforderungen

  • Verständnis für abstrakte Zusammenhänge
  • Analytisches Denken
  • Technisches Verständnis
  • Geschickte Hände für genaues Arbeiten
  • Freude an exakter und sorgfältiger Arbeitsweise
  • Geduld und Ausdauer
  • Teamfähigkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Interesse an neuen Technologien

Vorbildung

  • Abgeschlossene Volksschule
  • Obere Schulstufe
  • Sehr gute Leistungen in Mathematik und Physik

Berufsaussichten

Als Elektronikerin oder Elektroniker gibt es viele Möglichkeiten in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie. In dieser global ausgerichteten Branche eröffnen sich viele Einsatzmöglichkeiten im In- und Ausland.

Weiterbildung

Für Elektroniker ist es wichtig, sich lebenslang weiterzubilden. Die Technologien, die ein Elektroniker heute kennt, können in einigen Jahren bereits überholt sein. Deshalb ist für Elektroniker Weiterbildung wichtig. Es bieten sich viele Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten an, z.B. die Höhere Fachprüfung (HFP). Wir an der HSR wünschen, dass unsere Lernenden die Berufsmaturität während der Lehre erlangen. Dadurch eröffnen sich ihnen grosse berufliche Möglichkeiten, insbesondere ein Studium an der Fachhochschule.

Verwandte Berufe

  • Automatiker/in EFZ
  • Elektroinstallateur/in EFZ
  • Elektroplaner/in EFZ
  • Informatiker/in EFZ
  • Multimediaelektroniker/in
  • Telematiker/in EFZ
Fachmann/Fachfrau Betriebsunterhalt EFZ

Berufsbeschreibung

Die Fachfrau, der Fachmann der Betriebsunterhalt arbeitet sowohl in der Werkstatt als auch im Freien. Sie sind handwerklich begabt und bereit, jeden Tag neue Aufgaben anzupacken und dazuzulernen. Sie sind vielfältig ausgebildet und haben den Job eines Allrounders, entweder bei einer Gemeindeverwaltung, beim Hausdienst oder technischen Dienst eines Betriebes oder eines Heimes. Der Fachmann/die Fachfrau Betriebsunterhalt kennt sich in den verschiedensten Fachgebieten aus. Ihre vielfältigen Aufgaben umfassen das Arbeiten mit Maschinen und Geräten zur Landschaftspflege, zum Strassenunterhalt und zu Reinigungszwecken. Sie arbeiten sowohl mit Reinigungsmitteln, mit Holz wie auch mit Metall, Mörtel und Pflanzen.

Anforderungen, Voraussetzungen

Die Ausbildung als Fachmann oder Fachfrau Betriebsunterhalt richtet sich an Jugendliche, welche die Real- oder Werkschule absolviert haben und eine vorwiegend praktische Tätigkeit ausüben möchten. Sie sollten Freude haben an Arbeiten im Innenbereich wie im Freien und in der Natur, Interesse an Pflanzen und an Reinigungsarbeiten. Zuverlässigkeit und manuelles Geschick sind wichtige Voraussetzungen. Sehr wichtig sind auch eine gute Sozialkompetenz und Freude am Umgang mit Menschen.

Ausbildung

Die Ausbildung als Fachmann oder Fachfrau Betriebsunterhalt dauert 3 Jahre. Der zeitliche Ablauf der Ausbildung folgt den betrieblichen saisonalen Gegebenheiten. Jahreszeit und Witterung bestimmen zu einem grossen Teil den Arbeitsrhythmus und die Reihenfolge der auszuführenden Arbeiten. In den ersten 3 Monaten absolvieren die Lernenden eine Grundausbildung in der Lernstatt Fertigung. Dabei vermitteln wir Ihnen die grundlegenden beruflichen Fertigkeiten und Kenntnisse. Die berufsübergreifenden Fähigkeiten und die Persönlichkeitsentfaltung werden gefördert. Im Betrieb werden die Lernenden in Teams von Fachleuten integriert, um in den verschiedenen Tätigkeitsbereichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben.

Für die grundlegenden Fertigkeiten werden während allen 3 Jahren verschiedenste Einführungskurse besucht, welche folgende Themen behandeln:

  • Gebäudereinigung, Instandhaltung
  • Pflege von Grünflächen
  • Haustechnik, Strassenunterhalt

Spätestens bei Beginn des dritten Lehrjahres erhalten die Lernenden, je nach Interesse und Neigung, eine Vertiefung im Ausbildungsschwerpunkt Hausdienst oder Werkdienst. Für den praxisbezogenen und allgemeinbildenden Unterricht an der Berufsschule sieht die Ausbildung einen Tag pro Woche vor.

Realität

Der Fachmann und die Fachfrau Betriebsunterhalt trägt die Verantwortung für das reibungslose Funktionieren von Infrastrukturanlagen der verschiedensten Art. Sie sind mit Wartungs-, Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten vertraut. Sie überwachen haustechnische Anlagen und können einfache Reparaturarbeiten selbständig ausführen. Sie bewirtschaften Magazine und Lager und können Fachpersonen aus verschiedenen Berufsrichtungen fachkundig unterstützen. Ihr Können und ihre Zuverlässigkeit garantieren, dass Gemeindewerke, Betriebe und Heime qualitativ hochstehende Leistungen erbringen können. Der Fachmann und die Fachfrau Betriebsunterhalt erbringt eine professionelle Dienstleistung, damit Betriebe optimal funktionieren: Sie handeln im Bewusstsein, dass ihre Tätigkeit Dritten zugute kommt. Die Ausbildung berücksichtigt dies durch Schulung im direkten Kundenkontakt.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis haben die Ausgebildeten gute Aussichten auf einen interessanten, vielseitigen Job. Durch eine verkürzte Lehre in einem verwandten Beruf (zum Beispiel Gärtnerinnen, Gärtner und Gebäudereinigerinnen, Gebäudereiniger) können sich der Fachmann und die Fachfrau Betriebsunterhalt in einem bestimmten Berufsfeld spezialisieren. Die Fortbildung zum diplomierten Hauswart nach einigen Jahren der praktischen Tätigkeit eröffnet interessante Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung.

Lehrplan für den beruflichen Unterricht

Folgende Fächer werden während der Lehre behandelt:

  • Instandhaltung (Wartung, Unterhalt, Schadenfälle, Sicherheit)
  • Reinigung (Arbeitstechniken, Hygiene, Geräte)
  • Allgemeinbildung
  • Gartenbau (Pflanzen, Pflege von Pflanzen, Rasen, Kompostierung)
  • Umweltschutz, Entsorgung (Stoffkreisläufe, Verfahren zur Entsorgung)
  • Turnen, Sport

Total Lektionen (pro Lehrjahr): 320
Anzahl Schultage (pro Woche): 1

Informatiker/in EFZ Applikationsentwicklung

Berufs- und Tätigkeitsbeschreibung

Informatikerinnen und Informatiker der Fachrichtung Applikationsentwicklung (Applikationsentwicklerinnen, -entwickler) sind Fachleute der Softwareentwicklung. Die Softwareentwicklung umfasst die Erstellung, die Erweiterung und den Unterhalt von Software, Software-Komponenten und -Systemen. Dabei kann es sich um ganz unterschiedliche Anwendungen handeln: um Verkehrsleitsysteme, Maschinensteuerungen, Billettautomaten, Navigationssysteme, Webshops, Smartphone-Apps, Plug-Ins oder um Systeme für das Abwickeln von Geschäftsprozessen wie Lohnbuchhaltung oder Materialbewirtschaftung. Softwareentwicklung umfasst viele Aufgaben, die meistens in Teams bearbeitet werden.

Aufnehmen von Anforderungen

Die Applikationsentwickler/innen besprechen mit den Auftraggebern und den Benutzern die Aufgaben, die die Software erledigen soll. Diese Anforderungen werden strukturiert und dokumentiert.

Analysieren

Die Applikationsentwicklerinnen, -entwickler analysieren die Abläufe und Zusammenhänge der Anforderungen und erhalten so ein Gesamtbild der Aufgaben. Sie sind so auch in der Lage Widersprüche in verschiedenen Anforderungen zu erkennen und mit den Auftraggeberinnen und Auftraggebern zu lösen.

Erstellen von Konzepten

Bevor die Software programmiert wird, werden Konzepte und Lösungsvorschläge zur Funktion und dem Aussehen der Software erstellt, die dem Auftraggeber präsentiert und wenn notwendig angepasst werden.

Programmieren

Das Programmieren ist das Schreiben von Programmcode in einer Programmiersprache. Applikationsentwicklerinnen, -entwickler kennen verschiedene Programmiersprachen und kennen die geeigneten Programmiersprachen und Werkzeuge für die Lösung der jeweiligen Aufgabe.

Testen

Um einen möglichst reibungslosen Betrieb der Software sicherzustellen, wird diese vor der Auslieferung systematisch getestet. Applikationsentwickler/innen definieren Testabläufe, die die Software bestehen muss.

Dokumentieren

Applikationsentwickler/innen Erstellen und Aktualisieren Dokumentationen zur Bedienung, der Fehlerbehebung, der Installation oder auch zur internen Struktur der Software.

Schulung der Benutzer

Je nach Aufgabenbereich gehört auch die Schulung der Benutzer zu den Aufgaben der Applikationsentwickler/innen.

Berufsanforderungen, Voraussetzungen

  • Gutes logisch-abstraktes Denkvermögen
  • Sinn für theoretische Vorgänge und Abläufe
  • Freude an exakter Denk- und Arbeitsweise
  • Interesse am Lösen komplexer Aufgabenstellungen
  • Freude am Experimentieren
  • Geduld und Ausdauer
  • Freude an der Arbeit mit dem Computer
  • Permanente Lernbereitschaft
  • Breites Interessenspektrum
  • Freude an der Arbeit im Team
  • Gute Kommunikationsfähigkeit
  • Abgeschlossene Volksschule, oberste Schulstufe
  • Interesse und gute Leistungen in Mathematik, in den naturwissenschaftlichen Fächern und in den Sprachen (gut entwickelte Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift).

Ausbildung

Dauer der Lehre4 Jahre
Praktische AusbildungAls Lehrbetriebe kommen Informatikbetriebe aller Art in Frage, aber auch Betriebe mit umfangreichen Informatikanwendungen wie Banken, Versicherungen, Verwaltungen, Spitäler, Schulen, Produktions- und Handelsbetriebe. Die Ausbildung im Betrieb wird ergänzt durch überbetriebliche Einführungskurse.
Theoretische Ausbildung

Der Unterricht findet an der Berufs-, der Berufsmittelschule und in den Einführungskursen statt.

Fächer

Informatik; Mathematik; naturwissenschaftliche Grundlagen (Physik, Chemie & Recycling); Elektrotechnik/Elektronik; erweiterte betriebswirtschaftliche Grundlagen; Lern- und Arbeitstechnik; technisches Englisch; Sprache, Kommunikation und Gesellschaft (Recht, Politik, Wirtschaft, Kultur); Turnen und Sport.

Berufsmaturität

Für sehr gute Schüler/innen ist es möglich, die Berufsmaturität zu erlangen. Diese berechtigt zum prüfungsfreien Eintritt an Fachhochschulen.
Der Besuch der Berufsmaturitätsschule ist für die Lehre an der HSR gewünscht.

Abschluss

Die bestandene Lehrabschlussprüfung gibt Anrecht auf das eidg. Fähigkeitszeugnis als Informatiker/in Richtung Applikationsentwicklung.

Arbeits- und Berufsverhältnisse

Informatikerinnen und Informatiker sind gesuchte Fachleute, weil sie vielseitig einsetzbar sind. Ihnen stehen viele Wege offen: Mit entsprechender Weiterbildung können sie sowohl Aufgaben im technischen Umfeld , als auch in der Wirtschaftsinformatik übernehmen. Weiterbildung ist in diesem Beruf unerlässlich. Der Lehrabschluss als Informatikerin, Informatiker bietet eine solide Basis, um im breiten Fachbereich der Informatik rasch vorwärts zu kommen.

Spezielle Fortbildungskurse an Berufs- und Privatschulen

Die folgende Liste ist nicht vollständig und soll nur einen Überblick über die Möglichkeiten an Weiterbildungsangeboten geben.

Berufsprüfungen (BP)

  • ICT-Applikationsentwickler/in mit eidg. Fachausweis
  • ICT-System- und Netzwerktechniker/in mit eidg. Fachausweis
  • Wirtschaftsinformatiker/in mit eidg. Fachausweis


Höhere Fachprüfung (HFP)

  • Dipl. ICT-Manager/in (bisher dipl. Informatiker/in HFP)


Höhere Fachschule (HF)

  • Techniker/in HF Informatik
  • Wirtschaftsinformatiker/in HF


Fachhochschule (FH)
Voraussetzung ist eine bestandene Berufsmaturität

  • Bachelor FH in Informatik (zum Beispiel an der HSR)
  • Bachelor FH in Wirtschaftsinformatik

Verwandte Berufe

  • Informatikerin, Informatiker Richtung Betriebsinformatik
  • Informatikerin, Informatiker Richtung Systemtechnik
  • Telematikerin, Techniker
  • Automatikerin, Automatiker
  • Elektronikerin, Elektroniker
Informatiker/in EFZ Systemtechniker

Berufs- und Tätigkeitsbeschreibung

Informatikerinnen und Informatiker der Richtung Systemtechnik sind Fachleute für den Aufbau und die Wartung von Informatiksystemen. Je nach Aufgaben und Fachbereich installieren sie zum Beispiel Computersysteme und Software, führen Programmieraufgaben aus, erweitern Gerätekonfigurationen, schulen und helfen Anwenderinnen und Anwendern. Sie arbeiten in den Bereichen Planung, Installation, Betrieb und Wartung von Informatikanlagen und deren Anwendungen. Sie befassen sich mit Hard- und Software von einzelnen und vernetzten Anlagen, Erfassungs-, Übertragungs- und Steuerungssystemen. Dazu gehört auch das Ausführen hardwareseitiger Reparaturen; das heisst, Störungen erkennen, eingrenzen und die fehlerhaften Teile auswechseln oder mittels Software-Update aktualisieren.

Zu ihren Herausforderungen gehören beispielsweise:

  • Mitarbeit beim Erstellen von Informatikkonzepten: Sie klären die Bedürfnisse der Anwenderinnen ab, erarbeiten ein Konzept für eine geeignete Informatiklösung und wählen auf dem Markt die entsprechenden Systeme und Komponenten aus.
  • Unterstützung in der Anwendung: Die Informatikerinnen führen Anwender in neue Programmversionen ein und unterstützen sie bei Schwierigkeiten.
  • Hardware-Konfiguration und Installation: Sie wählen Hardware nach Spezifikationen aus, stellen sie zusammen, installieren sie und nehmen sie in Betrieb.
  • Standardsoftwarekonfiguration: Informatikerinnen, Informatiker installieren Standardsoftware auf dem System und richten sie den Kundenbedürfnissen entsprechend ein.
  • Datenübertragung und Netzwerke: Sie planen und installieren Netzwerke und Datenübertragungseinrichtungen. Sie betreiben und unterhalten Netzwerke.
  • Kommunikationssysteme: Sie konfigurieren die Telekommunikationssysteme der Anwender/innen wie auch Teilsysteme der Telekommunikationsunternehmen, programmieren sie und nehmen sie in Betrieb.
  • Programmierung: Informatikerinnen und Informatiker kennen die Methoden der Programmierung. Je nach Betrieb erstellen sie selbständig Programme oder Programmteile, ändern solche und testen sie.
  • Prozesssteuerung: Informatikerinnen und Informatiker konzipieren, konfigurieren oder betreiben komplexe Steuerungssysteme in den Anwendungsbereichen Automatisierung, Verfahrenstechnik oder Problemlösung (in Maschinen-, Chemie-, Papierindustrie usw. oder Verkehrsanlagen, Haustechnik, Energieversorgung, Logistik etc.).

Berufsanforderungen, Voraussetzungen

  • Gutes logisch-abstraktes Denkvermögen
  • Sinn für theoretische Vorgänge und Abläufe
  • Freude an exakter Denk- und Arbeitsweise
  • Interesse am Lösen komplexer Aufgabenstellungen
  • Freude am Experimentieren
  • Geduld
  • Freude an der Arbeit mit dem Computer
  • Permanente Lernbereitschaft
  • Breites Interessenspektrum
  • Freude an der Arbeit im Team
  • Gute Kommunikationsfähigkeit
  • Abgeschlossene Volksschule, oberste Schulstufe
  • Interesse und gute Leistungen in Mathematik, in den naturwissenschaftlichen Fächern und in den Sprachen (gut entwickelte Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift).

Ausbildung und Weiterbildung

Dauer der Lehre4 Jahre
Praktische Ausbildung

Als Lehrbetriebe kommen Informatikbetriebe aller Art in Frage, aber auch Betriebe mit umfangreichen Informatikanwendungen wie Banken, Versicherungen, Verwaltungen, Spitäler, Schulen, Produktions- und Handelsbetriebe. Die Ausbildung im Betrieb wird ergänzt durch überbetriebliche Einführungskurse.

Theoretische Ausbildung

Der Unterricht findet an der Berufs-, der Berufsmittelschule und in den Einführungskursen statt.

Fächer

Informatik; Mathematik; naturwissenschaftliche Grundlagen (Physik, Chemie & Recycling); Elektrotechnik/Elektronik; erweiterte betriebswirtschaftliche Grundlagen; Lern- und Arbeitstechnik; technisches Englisch; Sprache, Kommunikation und Gesellschaft (Recht, Politik, Wirtschaft, Kultur); Turnen und Sport.

Berufsmaturität

Für sehr gute Schülerinnen und Schüler ist es möglich, die Berufsmaturität zu erlangen. Diese berechtigt zum prüfungsfreien Eintritt an Fachhochschulen.
Der Besuch der Berufsmaturitätsschule ist für die Lehre an der HSR gewünscht.

Abschluss

Die bestandene Lehrabschlussprüfung gibt Anrecht auf das eidg. Fähigkeitszeugnis als Informatiker/in Richtung Systemtechnik.

Arbeits- und Berufsverhältnisse

Informatikerinnen und Informatiker sind gesuchte Fachleute, weil sie vielseitig einsetzbar sind. Ihnen stehen viele Wege offen: Mit entsprechender Weiterbildung können Sie sowohl Aufgaben im technischen Umfeld, als auch in der Wirtschaftsinformatik übernehmen. Weiterbildung ist in diesem Beruf unerlässlich. Der Lehrabschluss als Informatikerin oder Informatiker bietet eine solide Basis, um im breiten Fachbereich der Informatik rasch vorwärts zu kommen.

Spezielle Fortbildungskurse an Berufs- und Privatschulen

Berufsprüfungen (BP):

  • Informatiker/in mit eidg. Fachausweis in Wirtschaftsinformatik, Applikations- Entwicklung, Service
  • Management oder Individual Computing 
    Informatik-Projektleiter/in mit eidg. Fachausweis

Höhere Fachprüfung (HFP):

  • Informatiktechniker/in TS Fachhochschule (FH)
  • Ingenieur/in mit eidg. Fachhochschuldiplom in Wirtschaftsinformatik, Informationstechnologie oder in Kommunikation und Informatik
  • Wirtschaftsinformatiker/in mit eidg. Diplom Technikerschule (TS)

Verwandte Berufe

  • Informatiker/in Richtung Support
  • Informatiker/in Richtung Applikationsentwicklung
  • Telematiker/in
  • Automatiker/in
  • Elektroniker/in
Laborant/in EFZ Chemie

Berufsbeschreibung

Laboranten und Laborantinnen der Fachrichtung Chemie sind Fachleute für chemische Substanzen und chemische Prozesse. Sie arbeiten in der Forschung, Entwicklung, Produktion, in der Qualitätskontrolle oder im Umweltschutz. Sie planen Versuche, führen diese durch, überwachen deren Verlauf und werten die Ergebnisse aus. Dabei stellen sie Substanzen her oder analysieren Ausgangs-, Zwischen- und Endprodukte sowie unerwünschte Verunreinigungen und Schadstoffe.

Vom einfachen Reagenzglas bis zum komplizierten computergesteuerten Messinstrument steht ihnen eine Vielzahl von Arbeitsgeräten zur Verfügung. Ihr breites Wissen über Chemikalien und deren Reaktionen ermöglicht es ihnen, mit Gefahrenstoffen sicher zu arbeiten.

Lehre an der HSR

Die Berufsausbildung findet innerhalb der HSR am UMTEC Institut für Umwelt- und Verfahrenstechnik statt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des UMTEC sind mehrheitlich Umweltingenieurinnen und Umweltingenieure, die im Auftrag von Industriepartnern Lösungen für Umweltprobleme entwickeln. Dabei spielen chemische Prozesse und Analysen eine wichtige Rolle. Ausserdem arbeiten in den beiden Laboratorien des UMTEC ein Chemiker und ein Chemie-Laborant, sowie Studierende im Rahmen von Semester- und Bachelorarbeiten.
Arbeitsgebiete sind:

  • Schadstoffe im Abwasser: Verfahren zur Abwasserbehandlung
  • Schadstoffe in der Luft: Messung und Vermeidung von Geruchs- und anderen Emissionen
  • Monitoring/Optimierung von Anlagen und  Verfahren.

Die Ausbildung der Lernenden erfolgt mehrheitlich im Rahmen dieser Projekte mit wechselnden Fragestellungen. Die Lernenden besuchen während der Lehrzeit überbetriebliche Kurse (üK) in St. Gallen. Der lehrbegleitende Besuch der Berufsmaturitätsschule ist für die Lehre an der HSR erwünscht.

Anforderungen

  • Gutes naturwissenschaftliches Verständnis
  • Exakte und saubere Arbeitsweise
  • Hohe Zuverlässigkeit
  • Freude am Rechnen
  • Gute Beobachtungsgabe
  • Fähigkeit, Arbeiten exakt zu dokumentieren
  • Gute Gesundheit und keine Allergien
  • Freude an Computern
  • Interesse an lebenslangem Lernen

Vorbildung

  • Sekundarschule (Sek A)
  • Gute Leistungen in Mathematik und Naturwissenschaften

Berufsaussichten

Laboranten werden von den unterschiedlichsten Branchen gesucht. In den klassischen Industrien wie Pharma- oder Agroindustrie gibt es viele Stellen für Laborantinnen und Laboranten in Forschung und Analytik. Aber auch andere Bereiche, wie zum Beispiel die Lebensmittelindustrie, benötigen Chemielaborantinnen und Chemielaboranten für die Qualitätskontrolle. Für Behörden kontrollieren sie Luft, Wasser und Boden.

Weiterbildung

Mit der höheren Fachprüfung zur naturwissenschaftlichen Labortechnikerin oder zum naturwissenschaftlichen Labortechniker besteht die Möglichkeit, mittels berufsbegleitender Module und Berufspraxis ein höheres Diplom zu erhalten.

Mit abgeschlossener Lehre und BMS kann an einer Fachhochschule Chemie studiert werden. Ausserdem ist die Lehre auch für andere Studienrichtungen an der Fachhochschule (zum Beispiel Erneuerbare Energie- und Umwelttechnik an der HSR) eine ideale Vorbildung.

Lehrlingslager Raron 2017

Lehre an der HSR: Lerhrlingslager 2017
Lernende an der HSR Lehrlingslager Raron
Lehrberufe an der HSR: Lehrlingslager 17
Suonen Lehrlingslager der HSR in Raron (VS)
Kochen am Lehrlingslager in Raron
Lehrberufe an der HSR: Lehrlingslager 17

Lesen Sie hier, was unsere Lernenden vom Lehrlingslager berichten.

Bericht vom Lehrlingslager 2017

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