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Auslandsrückkehrer berichten: Tunnelbau-Projekte in Skandinavien

16.11.17 - 4 Studierende des Studiengangs Bauingenieurwesen entschieden sich, ihre Bachelor-Arbeit im Rahmen eines Auslandsaufenthaltes zu schreiben. Wie sich Baustellen in Schweden und Norwegen von jenen zuhause unterscheiden und welche Herausforderungen daraus für sie entstanden, berichten die heutigen Absolventen Lukas Mathis und Roman Hüppi.

Roman Hüppi absolvierte seinen Auslandsaufenthalt in Stockholm, Schweden. Hier schrieb er seine Bachelor-Arbeit im Auftrag der Firma Implenia über den Johannelund Tunnel, der Teil eines Bauprojekts zur Umfahrung der Stadt Stockholm ist. «Die Bachelorarbeit im Ausland zu schreiben war für mich eine einmalige Chance, während des Studiums Einblick in ein Grossprojekt zu erhalten. Es war eine sehr lehrreiche und spannende Zeit» zieht Roman Hüppi Bilanz. Seine Aufgabe in Stockholm war es, den Vortriebsablauf der Baustelle zu analysieren und zu optimieren. Die Arbeit im Ausland bot ihm völlig neue Erfahrungen: «Durch die unterschiedlichen Kulturen entstehen neue Herausforderungen. Es eröffnen sich neue Perspektiven, die den persönlichen Horizont erweitern.»

«Arbeiten werden anders angepackt als bei uns»

Auch Lukas Mathis hat die gewohnten Bahnen verlassen, um seine Bachelor-Arbeit in Norwegen zu schreiben. Er durfte bei einem spannenden Projekt der Schweizer Bauunternehmung Marti mitarbeiten, nämlich beim längsten und tiefsten Unterwassertunnel der Welt. Der Tunnel liegt bis zu 300 Metern unter dem Meeresspiegel und umfasst eine Länge von 14 Kilometern. Zum Vergleich: Der Gotthardstrassentunnel ist 17 Kilometer lang. Im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit stellte Lukas Mathis Untersuchungen zu Bauablauf und -kosten an. Obwohl Norwegen wie die Schweiz für sehr hohe Standards im Bauingenieurwesen steht, bot das Projekt viel Neues. «Arbeiten werden anders angepackt als bei uns. Es war spannend zu sehen, wie die Dinge auch auf andere Weise funktionieren» sagt Lukas Mathis. Er kam mit Arbeitsgesetzen und baulichen Richtlinien in Berührung, die sich von jenen der Schweiz unterscheiden. Die Erfahrung im Ausland kann er nur empfehlen: «Natürlich ist das Schreiben der Bachelor-Arbeit im Ausland mit einem erhöhten Aufwand verbunden – doch die vielen spannenden Erfahrungen sind es wert.» Wie Lukas Mathis hat auch sein Kollege Simon Neumann seine Bachelor-Arbeit in Norwegen verfasst. Ebenfalls im Auftrag der Firma Marti Tunnelbau AG beschäftigte er sich mit dem Tunnelprojekt Solbakk.

Neben einem klassischen Erasmus-Semester, haben Studierende des Studiengangs Bauingenieurwesen die Möglichkeit, ihre Bachelor-Arbeit im Rahmen eines Auslandsaufenthaltes zu erarbeiten. Studierende mit guten Studienleistungen und den je nach Land notwendigen Sprachkenntnissen in Englisch oder der Landessprache können sich für einen Auslandsaufenthalt bewerben. Der Auslandsaufenthalt findet im Anschluss an die Vorlesungen im 6. Semester statt und dauert 12 Wochen. Der Studiengang Bauingenieurwesen geht dazu Partnerschaften mit verschiedenen Schweizer Firmen ein, die an interessanten Bauprojekten im Ausland arbeiten. Neben den skandinavischen Ländern zählten bisher auch Panama und Mexiko zu den Reisezielen der Studierenden. Die Studentin Siri Rebecca Klopfenstein konnte ihre Spanisch-Kenntnisse nutzen und schrieb ihre Arbeit in Panama und Mexiko im Auftrag der Firma Witschi AG.

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