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Kommunikativer IST InfraStrukturTreff

14.11.18 - Der zweite IST InfraStrukturTreff an der HSR fand mit rund 100 Teilnehmenden grossen Anklang. Fünf Referate zum Thema «Kommunikation am Bau» regten zu Diskussionen an. Das nächste Treffen findet am 18. Juni 2019 an der HSR statt.

Mit einem pinken Hasen in der Hand begrüsste André Murer, stellvertretender Stadtingenieur Tiefbauamt Stadt Zürich und Dozent an der HSR, die Teilnehmenden des zweiten IST InfraStrukturTreff, und der Saal wurde ruhig. «Man kann nicht nicht kommunizieren», eröffnete er das Treffen mit dem berühmten Satz von Paul Watzlawick und zeigte den Teilnehmenden, dass eine Menge auch ohne Worte ruhig werden kann. Rund 100 Bauherren, Unternehmerinnen, Planer und Bauingenieurinnen kamen am 13. November 2018 in der Aula der HSR zu fünf  spannenden Vorträgen zum Thema «Kommunikation am Bau» zusammen. Andreas Forrer, Kantonsingenieur Appenzell Innerrhoden und Dozent an der HSR, führte durch den Nachmittag.

Brückenbauer und Kommunikator zugleich

Kaspar Hammer, Dipl. Bauing. FH startete mit einem Disclaimer in sein Referat: Die nachfolgenden Folien seien seine persönliche Meinung und nicht jene seines Arbeitgebers. Mit seinen Aussagen über die geringe Akzeptanz von Infrastrukturprojekten zeigte der CEO der Emch+Berger AG Zürich mögliche Gründe für diesen Zustand auf: «Der Ingenieur ist Brückenbauer und Kommunikator». Ingenieurinnen und Ingenieure seien sehr technisch und auf das Lösen von komplexen Situationen spezialisiert. Auf der anderen Seite sei es essenziell, richtig und offen zu kommunizieren. Mit Beispielen am Ende seines Vortrags veranschaulichte er verschiedene Arten der Kommunikation, welche vor allem in städtischen Bereichen akzeptiert werden.

Stadt-Land-Unterschiede und Sprechblockaden

Mit den Worten «Besser kommunizieren, gemeinsam kommunizieren» öffnete Michael Good, Mitglied der Geschäftsleitung bei Buchmann Partner AG, sein Referat. Der Schwerpunkt lag bei ihm im Bereich kommunale Infrastrukturprojekte. Gemäss Good gibt es deutliche Unterschiede von Baustellen auf dem Land zu jenen in der Stadt. Bei beiden gelte aber, dass keine Kommunikation eindeutig die falsche Kommunikation sei.

Ueli Stalder, Leiter Strassenbau bei Walo Bertschinger AG, sprach über «Sprechblockaden sobald es um’s Geld geht». Mit einem kurzen Schweigen als Einleitung brachte er der Menge die Sicht des Bauunternehmers in Sachen Kommunikation näher. Sein Fazit ist, dass Bauingenieure sehr gut kommunizieren, wenn es um technische Belange geht. Sobald aber das Geld ins Spiel kommt, wird nicht mehr mit der gleichen Systematik vorgegangen.

Thomas Kieliger, dipl. Bauing. ETH, fragte nach entscheidenden Faktoren für eine wirkungsvolle Kommunikation des öffentlichen Bauherrn und Markus Bauer, CEO Hüppi AG sprach darüber, am Bau erfolgreich Konflikte zu vermeiden. 

Zu Diskussionen anregen

Rolf Steiner, Leiter Strassen und Abwasser der Gemeinde Küsnacht ZH und Dozent an der HSR, bedankte sich bei allen Teilnehmenden und speziell bei den Referenten für ihren Einsatz. 

Mithilfe der Referenten und ihren Beiträgen wurde nochmals klar, dass diese IST InfraStrukturTreffen nicht dazu dienen, eine klare Lösung aufzuzeigen. Sie sollen zu Diskussionen anregen, Meinungen von verschiedenen am Bau Beteiligten zusammenbringen und somit eine Plattform zum Austausch schaffen.

Eine von zwei Veranstaltungen pro Jahr soll sich zukünftig dem Thema «Innovation am Bau» widmen. Wie auch das nächste Treffen am Dienstag, 18. Juni 2019. Das OK möchte damit einen Einblick in die neuen Technologien geben und den Teilnehmenden andere Sichtweisen und neue Möglichkeiten vorstellen. 

Das OK, namentlich Rolf Steiner, André Murer und Andreas Forrer, bedankt sich für das zahlreiche Erscheinen und freut sich bereits auf das nächste Treffen.

Bachelor-Infotag am 16. März 2019

12.11.18 - Lernen Sie unsere Studiengänge und den HSR Campus kennen.