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Seminar «Anspruchsvolle Instandsetzung von historischen Stahlbrücken»

05.04.18 - Neubau oder Sanierung? Dieser Frage widmeten sich Expertinnen und Experten des Fachbereichs Bauingenieurwesen kürzlich am Halbtagesseminar an der HSR. Am Ende herrschte allgemeiner Konsens.

«Historische Stahlbrücken – sind das nicht in die Jahre gekommene, ältere Damen, die eigentlich ihren Ruhestand verdient haben?» Mit dieser provozierenden Frage begann die freie Fachjournalistin Clementine Hegner-van Rooden die Synthese, die sich an die Seminar-Vorträge anschloss. Thema der Veranstaltung: Die Problematiken und Herausforderungen der Instandsetzung historischer Stahlbrücken, von denen es in der Schweiz noch etwa 100 Stück gibt. Sanieren oder neu bauen -  was macht aus wirtschaftlicher Sicht mehr Sinn?

Fachexperten stellten unter anderem Sanierungsmassnahmen vor und schilderten die Probleme der Brückensanierungen im Spannungsfeld von Gebrauchstauglichkeitsanforderungen, Baugrundgegebenheiten, Denkmalschutz, alpinen Herausforderungen, Höhenarbeiten, Schwingungsverhalten und bestehenden Schadstoffbelastungen. 

Konsens über lohnenswerte Sanierungsbemühungen

Allgemeiner Konsens der Synthese: Stahlbrücken, die als Bestandteil des kulturellen Erbes der Schweizer Eisenbahnen und des Ingenieurbaus betrachtet werden, lohnen es allemal, Sanierungsüberlegungen und Voruntersuchungen anzustellen. Der Erhalt und die weitere Nutzung dieser Technologiedenkmale kann wirtschaftlicher und kostengünstiger sein als der Neubau einer Brückenkonstruktion. Die «älteren Damen» können mit überschaubarem Aufwand für die weitere Zukunft fit gemacht werden.

Zum Seminar lud die WTA-Schweiz in Kooperation mit der HSR, dem Stahlbauzentrum Schweiz und der SIA (Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein)- Fachgruppe für die Erhaltung von Bauwerken ein. In zahlreichen Fachgesprächen klang die gelungene und mit über 100 Teilnehmenden gut besuchte Veranstaltung aus.

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15.10.18 - Lernen Sie unsere Studiengänge und den HSR Campus kennen.