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Digitalisierung beschleunigt die MEM-Industrie

02.05.17 - 22 Referenten, 29 Aussteller und rund 200 Fachleute. Ein breites Publikum, bestehend aus Vertretern der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM), diskutierte am 5. April 2017 beim Symposium für virtuelle Produktentwicklung und Product Lifecycle Management in Rapperswil-Jona über die neusten Trends und die rasante Digitalisierung sowie deren Auswirkungen.

Die fast unbegrenzten Anwendungsmöglichkeiten von Tools der virtuellen Produktentwicklung (VPE) reduzieren die Entwicklungskosten und gleichzeitig die -zeiten massgeblich. Product Lifecycle Management (PLM) optimiert den gesamten Datenfluss von Produktionsprozessen über die ganze Lebensdauer der Produkte und zeigt eindrücklich, welche Kostenreduktionen möglich werden.

"Wertschöpfungstreiber" Digitalisierung

Das Symposium stand auch dieses Jahr wieder im Zeichen der rasch fortschreitenden Digitalisierung. Kaum einer der 22 Fachvorträge kam ohne einen Hinweis auf Industrie-4.0-Auswirkungen aus. So fungiert die Digitalisierung einerseits als „Wertschöpfungstreiber in der MEM-Industrie“ (Mirko Meboldt, ETH Zürich), „bietet Möglichkeiten, die konventionell nicht umsetzbar wären“ (Uwe Leonhardt, Intelliact AG) und führt „durch die Vernetzung von Mechanik, Elektrotechnik und IT-Systemen zu intelligenten Produktionssystemen“ (Christian Daniel, ISG GmbH).

Die neuen Möglichkeiten bringen auch neue Herausforderungen mit sich. So wird in Zeiten des endlosen Datenstroms „Reduktion ein allumfassendes Prinzip“ (Benedikt Weibel, ehem. SBB-Chef) und auch die Cyber-Sicherheit ist im digitalisierten Industrieumfeld ein Kernthema: „Bei der heutigen Bedrohungslage kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass ein Angreifer es schafft, in das eigene Netzwerk einzudringen“ (Urs Breitmeier, RUAG Group).

Mit Industrie 4.0 oder IoT (Internet of Things) erhöht sich zudem die Komplexität der Daten enorm. Wie sollen diese Datenvolumen effizient und Nutzen bringend verwaltet werden? Mit einem individuell konfigurierten PLM steht eine mögliche Lösung zur Verfügung, welche alle Bedürfnisse optimal abdecken kann. PLM kommt in keiner Entwicklungsphase zu früh. Durch die Digitalisierung wird aus PLM „Smart PLM“ (Uwe Leonhardt, Intelliact AG) und damit zur „Voraussetzung für neue Strategien“ (Urs Truttmann, Max Riner AG), mit der sich „systematisch die Herstellungskosten senken lassen“ (Hans-Peter Gysel, Shouldcosting GmbH).

Diskussion in vollem Gange

Die Diskussion über die digitalen Innovationen in der virtuellen Produktentwicklung und im Product Lifecycle Management ist in vollem Gange. Sie wird beim nächsten Symposium für virtuelle Produktentwicklung und Product Lifecycle Management an der HSR Hochschule für Technik in Rapperswil fortgeführt. Es findet voraussichtlich im April 2018 an der HSR statt. Weitere Informationen werden zu gegebener Zeit hier publiziert: www.vpe-swiss.ch

Das Symposium wird organisiert von den beiden Interessengemeinschaften IG VPE Swiss (Virtuelle Produktentwicklung) und IG PLM-CH (Product Lifecycle Management).

 

Bild: HSR Prorektor Alex Simeon begrüsst die Teilnehmenden beim Symposium für virtuelle Produktentwicklung und Product Lifecycle Management.

Drohnentage an der HSR am 12. und 13. Oktober

13.08.18 - Zum ersten Mal in der Geschichte der Drone Champions League (DCL) wird vor den Hauptrennen des Drone Grand Prix Lake Zurich unweit der Rennstrecke ein vielseitiges Rahmenprogramm angeboten. Die HSR verwandelt den Campus am Zürichsee während zwei Tagen in einen...