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Freiluftausstellung Intervenire

03.08.15 - Mit grosser Beteiligung aus Bevölkerung und Politik fand Mitte Juli die Eröffnung der temporären Installationen im öffentlichen Raum in Muri statt. Drei Realisierungen stammen von den HSR Studierenden Raphael Kleindienst und Jonas Frei, Studiengang Landschaftsarchitektur.

Wer hat die beste Erde?

Unter diesem Motto findet ein Wettkampf statt. 50 Teilnehmer erhielten die Möglichkeit teilzunehmen. Bis zur Vernissage hatte jeder Teilnehmer einen stabilen blauen Sack mit Erde aus dem eigenen Hausgarten gefüllt. Die Säcke wurden mit Feuerbohnenkeimlingen bestückt, welche von den Projektautoren gezüchtet wurden und erhielten ein Namensschild. An Messlatten wachsen die Bohnen in einem Wettstreit in die Höhe. Gemessen wird, aus wessen Erde bis zum 18. September 2015 die grösste Feuerbohne wächst. Düngen und giessen ist erlaubt. Zwischen den Bohnen werden Säcke als Sitzelemente platziert, welche zum Verweilen einladen.

Zeitreise

Eine Zeitreise in die Vergangenheit und die Zukunft. Die Intervention hinterfragt den Wandel der Kulturlandschaft Muris. Sie erinnert einerseits an das Raster einer bis in den 50er Jahren für Muri typischen Streuobstwiese. Andererseits symbolisiert die Intervention ein Baugespann für den zu Bauland eingezonten Landschaftsraum. In der Nacht wird die Wirkung durch lumineszente Farbe an den Spitzen der Pfosten verstärkt. Die Wiese wird durch eingemähte Wege und Flächen begehbar gemacht. Ausgestattet mit Sitzelementen lädt der Obstgarten auch zum Verweilen an einem schönen Ort ein.

Signaletik für die Freiluftausstellung „Intervenire“

An alltäglichen, sonst unauffällig funktionalen Objekten des öffentlichen Raumes ist mittels Signalfarbe der Weg zwischen den Interventionen markiert. So liest sich der Spaziergang wie eine Karikatur und macht subtil auf vielleicht bis jetzt Übersehenes  ganz  beiläufig  aufmerksam.

Die Interventionen sind das Resultat eines von der Gemeinde Muri und der Abteilung Raumentwicklung Aargau gemeinsam durchgeführten Studentenwettbewerbs. Anforderung war, mit kostengünstigen gestalterischen und/oder künstlerischen Eingriffen die vorhandenen Potenziale der Interventionsstandorte sicht- und erlebbar zu machen.

Neben der Belebung des Raums soll eine Diskussion zum Umgang mit dem öffentlichen Raum angeregt werden. Insgesamt wurden 64 kreative Projekte eingereicht. Die sieben nachfolgenden prämierten Arbeiten wurden von den Studierenden in Zusammenarbeit mit lokalen Handwerkern und der Gemeinde realisiert. Die eingeleitete Evaluation mittels gesammelten Meinungen zu den Interventionen zeigt schon jetzt Begeisterung für diese Art von Freiluftausstellung und Sensibilisierung für den öffentlichen Raum.

Manuel Peer, Absolvent der HSR, Studiengang Landschaftsarchitektur, Sektionsleiter für Bau Verkehr und Umwelt der Abteilung Raumentwicklung im Kanton Aargau bedankte sich ausführlich in einem persönlichen Schreiben bei den Studierenden und den beteiligten Hochschulen.

Die Projekte sind noch bis 18. September in Muri zu erleben.

Bachelor-Infotag am 3. November 2018

15.10.18 - Lernen Sie unsere Studiengänge und den HSR Campus kennen.