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Flossolympiade und selbstgebaute Roboter: Der nationale Zukunftstag an der HSR

09.11.18 - Rund 60 Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klasse besuchten am 8. November die HSR im Rahmen des nationalen Zukunftstages. Dieser will Kindern einen praxisnahen, vorurteilsfreien Einblick in die Arbeitswelt vermitteln. In vier Workshops gab die HSR Einblick in technische und bauplanerische Berufe.

«Dieses Jahr haben wir aussergewöhnlich viele Kinder zu Besuch an der HSR», stellt Betrice Cipriano, Gleichstellungsbeauftragte der HSR und Organisatorin des Zukunftstags an der Hochschule, bei der Einführung fest. Rund 60 Mädchen und Jungen zwischen 11 und 13 Jahren starten an diesem Donnerstagmorgen ins Programm des Zukunftstages an der HSR. Sie werden heute in vier Workshops ein ferngesteuertes Flugzeug und einen Laufroboter bauen, eine Farbstoff-Solarzelle herstellen und im Wasserbaulabor die Kraft des Wassers erleben.

Unter dem Motto «Seitenwechsel» lädt der nationale Zukunftstag Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klasse dazu ein, eine erwachsene Bezugsperson zur Arbeit zu begleiten oder an einem Spezialprojekt teilzunehmen. Ziel ist es, den Kindern einen praxisnahen, möglichst vorurteilsfreien Einblick in die Arbeitswelt zu vermitteln und sie für eine offene, geschlechterunabhängige Berufs- und Lebensplanung zu ermuntern: «Es nehmen heute Kinder von HSR Mitarbeitenden teil, aber auch Mädchen, die sich über die Ausschreibung des Zukunftstages angemeldet haben. Als technische Hochschule haben wir bewusst Mädchen angesprochen – ganz im Sinne des Mottos Seitenwechsel und mit dem Ziel, traditionelle Rollenbilder zu durchbrechen.»

Nach der Begrüssung und dem «Znüni» starten die Schülerinnen und Schüler hochmotiviert in die Workshops. Konzentriert bauen sie im Wasserbaulabor ihre Flösse zusammen und treten damit zum Wettkampf «Flossolympiade» in der hydraulischen Versuchsrinne an. Das schnellste Floss gewinnt. «Dürfen wir nochmals sehen, wie das Wasser im Modell runterfliesst?», fragt ein Junge am Ende des Workshops. Während sie an ihrem ferngesteuerten Flugzeug arbeitet, erzählt die 10-jährige Charlotte, warum sie heute an der HSR ist: «Ich habe Freude an Technik und mag das Werken in der Schule. Als ich gesehen habe, dass man am Zukunftstag an der HSR einen Roboter zusammenbauen darf, habe ich mich angemeldet.» Karim, 11 Jahre, interessiert sich mehr für alles, was mit Zeichnen zu tun hat: «Ich möchte vielleicht Architekt werden. An der HSR gibt es ja die Landschaftsarchitektur. Das wollte ich mir ansehen.»

In der Schweiz stehen jungen Menschen gegen 250 Lehrberufe zur Auswahl. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach geeigneten Fachkräften. Doch nach wie vor schränken sich Jugendliche in ihrer Berufswahl stark ein, weil sie sich von traditionellen Rollenvorstellungen leiten lassen statt von eigenen Interessen und Stärken. So wählte die Hälfte der jungen Frauen 2016 aus nur fünf Berufen im Sozial- und Gesundheitswesen. Insbesondere für Mädchen fehlen weibliche Vorbilder – sowohl in männerdominierten Berufen als auch in Führungspositionen.

Genau darin liegt der Ansporn für den Zukunftstag: Im Grundprogramm, in dem Jungen und Mädchen Bezugspersonen zur Arbeit begleiten, steht der Seitenwechsel im Zentrum. Bei den Spezialprojekten liegt der Fokus bewusst auf geschlechter-spezifisch geprägten Berufen, in denen sich ein Fachkräftemangel abzeichnet.

RobOlympics am 10. November 2018 an der HSR

05.11.18 - Die RobOlympics geben Schülerinnen und Schülern ab der Oberstufe bis und mit im Jahr der abgeschlossenen Matura bzw. Lehre die Möglichkeit, sich auf spielerische Art und Weise mit Technik auseinander zu setzen. Mit selbstgebauten Robotern treten sie dabei in...